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Griechenland Griechen streiken gegen die Rentenreform

BildStreiks gegen Rentenreform
Proteste in Griechenland: Streiks gegen Rentenreform

Die Rentenreform sieht im Durchschnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle Menschen vor, die in Rente gehen. Zugleich sollen die Rentenbeiträge erheblich steigen.

(Quelle: ap)

VideoVergessene Schicksale
Griechischer Hilfsarbeiter vor Fabrikmaschine mit dem Schriftzug

Kein Tag ohne Nachrichten aus Griechenland - so war das 2015 lange. Jetzt taucht das Land in den Medien oft nur noch in Verbindung mit der Flüchtlingskrise auf. Keine Spur mehr von Wirtschaftskrise?

(18.01.2016)

VideoVerzweifelte Griechen
Grab eines Griechen

Die Selbstmordrate ist in Griechenland in den letzten Jahren rasant gestiegen. Experten schätzen, dass sich täglich zwei, drei Menschen aufgrund der Krise das Leben nehmen.

(22.07.2014)

Griechenland muss eine umfangreiche Rentenreform auf den Weg bringen, wenn das klamme Land weitere Milliardenhilfen der Geldgeber bekommen will. Viele Griechen laufen Sturm gegen die Einschnitte und streiken. 

Aus Protest gegen ein neues Rentenreformgesetz und neue Steuern sind zum zweiten Tag in Folge keine Fähren aus Piräus und den meisten anderen Häfen des Landes ausgelaufen. Dies teilte die Gewerkschaft der griechischen Seeleute mit. Auch Landwirte und Freischaffende streikten am Donnerstag. Die Rentenkürzungen sind eine Bedingung der Gläubiger Griechenlands für Finanzhilfen.

Kürzungen von durchschnittlich 15 Prozent

Die Rentenreform sieht im Durchschnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle Menschen vor, die in Rente gehen. Zugleich sollen die Rentenbeiträge erheblich steigen. Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gewarnt: Ohne die Reform könnte das Rentensystem bald zusammenbrechen.

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Den Protesten schlossen sich am Morgen auch die griechischen Journalisten an. Aus diesem Grund gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichtensendungen. Dieser Streik sollte am Freitagmorgen um 06.00 Uhr Ortszeit (05.00 MEZ) enden. Viele Griechen informierten sich über die griechisch-zyprischen Radio- und Fernsehsender.

Landwirte protestieren seit einer Woche

Tausende Landwirte setzten ihre seit gut einer Woche andauernden Proteste fort. An mehreren Stellen sperrten sie mit Traktoren vorübergehend wichtige Straßenverbindungen und Grenzübergänge. Am Grenzübergang zu Bulgarien bei Promachon-Kulata entstand ein langer Lkw-Stau. Augenzeugen berichteten, die Landwirte ließen nur Autos durchfahren. Es sei immer wieder zu Streitigkeiten und Rangeleien zwischen Landwirten und Lastwagenfahrern gekommen.

Rechtsanwälte und Notare legten bis Freitag die Arbeit nieder. Am 4. Februar sind umfangreiche Streiks angesagt, die Gewerkschaften sprechen sogar von einem "Generalstreik".

28.01.2016, Quelle: dpa
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