27.06.2016
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Studie Bildung: Freie Grundschulwahl verschärft soziale Trennung

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(14.01.2014)

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Millionen Deutsche sind Analphabeten

Bundesweit können etwa 7,5 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen oder schreiben. Gründe sind zum Teil fehlende Unterstützung durch das Elternhaus oder lange Fehlzeiten in der Schule.

(08.09.2015)

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Dass die Deutschen klare Vorstellungen zur Bildungspolitik haben zeigt die Studie des ifo Instituts. Gefordert wird mehr Geld für Kitas und Schulen. Außerdem sind viele für Ganztagsschulen.

(01.09.2015)

In welche Grundschule schicke ich mein Kind? Können Eltern wählen, bleiben Schüler laut einer Studie innerhalb einer sozialen Schicht stärker unter sich. Und das verschärft die soziale Trennung. 

Die freie Wahl der Grundschule verschärft einer Studie zufolge die soziale Spaltung der Schüler. Gilt die ursprünglich zuständige Grundschule als sozial benachteiligt, melden sozial besser gestellte Eltern ihre Kinder oftmals an anderen Schulen an, wie die Bertelsmann Stiftung am Samstag in Gütersloh mitteilte. Eltern mit niedrigem Bildungsstatus und mit Migrationshintergrund wählten hingegen häufig die nahe gelegene Grundschule.

Daten von 4.000 Schülern ausgewertet

Für die Studie wertete die Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der Stiftung Daten von rund 4.000 Schülern im nordrhein-westfälischen Mülheim aus den Jahren 2008 bis 2012 aus. Nach Angaben von Experten der Stiftung ist Nordrhein-Westfalen das erste Bundesland, das flächendeckend die freie Wahlmöglichkeit eingeführt hat.
Weitere Links zum Thema

Der Anteil der Eltern, der für ihre Kinder eine andere Schüler wählt, hat sich der Studie zufolge von 2008 bis 2012 von zehn Prozent auf gut 25 Prozent mehr als verdoppelt. In Nordrhein-Westfalen ist die freie Grundschulwahl seit dem Schuljahr 2008/2009 möglich.

Zuwandererfamilien bleiben häufig in Wohnbezirke

Eltern von Zuwandererfamilien oder niedriger Bildung seien weniger mobil und blieben daher häufig in ihren Wohnbezirken, heißt es in der Studie. Am häufigsten wählten Eltern mit mittlerem Sozialstatus für ihre Kinder eine andere Schule. Eltern mit hohem Sozialstatus machten von der Wahlmöglichkeit seltener Gebrauch. Diese wohnten häufig in einer besser gestellten Umgebung.
Die Autoren der Studie plädieren dafür, die soziale Struktur der Schulen landesweit transparent zu machen. Damit könnten schulpolitische Weichen gestellt werden. Über einen Sozialindex könnten benachteiligte Schulen besser mit überzeugenden pädagogischen Konzepten, entsprechenden Ressourcen und guten Lehrern ausgestattet werden.

16.01.2016, Quelle: epd, dpa
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