27.08.2016
  • 10:03Von der Leyen hält nichts von einer Rückkehr zur Wehrpflicht

  • 09:38Italiens Präsident Mattarella besucht Erdbebengebiet

  • 09:19Deutsche Bank verkauft argentinische Tochter an lokalen Rivalen

  • 08:48Bundesparteitag der Piratenpartei in Niedersachsen

  • 08:21Arbeitgeber wollen gesetzliche Lockerungen für Flüchtlinge

  • 07:57Frankreichs Regierungschef will Kampf gegen Burkini fortsetzen

  • 07:13Tag der Staatstrauer nach Erdbeben in Italien

  • 06:50US-Präsident Obama schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet vor Hawaii

  • 06:16Merkel empfängt weitere europäische Regierungschefs in Meseberg

  • 00:15Umfrage: Im Notfall geht es auch einige Tage ohne Hilfe von außen

  • 23:52Stada-Aktionäre wählen Aufsichtsratschef Abend ab

  • 23:26USA und Russland grundsätzlich für Waffenruhe in Syrien

  • 23:01Raumkapsel kehrt auf Erde zurück

  • 22:32Saarbrücken knackt Hitzerekord des Jahres

  • 22:03Rocker in Berlin erschossen

  • 21:34Verbraucherstimmung verbessert sich trotz Terrors und Brexit-Votums

  • 21:05Vertrauliches Treffen von Merkel und Kretschmann in Berlin

  • 20:36Türkei öffnet dritte Bosporus-Brücke

  • 19:38US-Notenbank will Leitzinsen anheben

  • 19:10Flughafenkoordinator: Weiter Chance auf BER-Eröffnung 2017

Zurück zur Startseite

Alle Meldungen im Überblick

  • 10:03Von der Leyen hält nichts von einer Rückkehr zur Wehrpflicht

  • 09:38Italiens Präsident Mattarella besucht Erdbebengebiet

  • 09:19Deutsche Bank verkauft argentinische Tochter an lokalen Rivalen

  • 08:48Bundesparteitag der Piratenpartei in Niedersachsen

  • 08:21Arbeitgeber wollen gesetzliche Lockerungen für Flüchtlinge

  • 07:57Frankreichs Regierungschef will Kampf gegen Burkini fortsetzen

  • 07:13Tag der Staatstrauer nach Erdbeben in Italien

  • 06:50US-Präsident Obama schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet vor Hawaii

  • 06:16Merkel empfängt weitere europäische Regierungschefs in Meseberg

  • 00:15Umfrage: Im Notfall geht es auch einige Tage ohne Hilfe von außen

  • 23:52Stada-Aktionäre wählen Aufsichtsratschef Abend ab

  • 23:26USA und Russland grundsätzlich für Waffenruhe in Syrien

  • 23:01Raumkapsel kehrt auf Erde zurück

  • 22:32Saarbrücken knackt Hitzerekord des Jahres

  • 22:03Rocker in Berlin erschossen

  • 21:34Verbraucherstimmung verbessert sich trotz Terrors und Brexit-Votums

  • 21:05Vertrauliches Treffen von Merkel und Kretschmann in Berlin

  • 20:36Türkei öffnet dritte Bosporus-Brücke

  • 19:38US-Notenbank will Leitzinsen anheben

  • 19:10Flughafenkoordinator: Weiter Chance auf BER-Eröffnung 2017

  • 10:03Von der Leyen hält nichts von einer Rückkehr zur Wehrpflicht

  • 08:48Bundesparteitag der Piratenpartei in Niedersachsen

  • 08:21Arbeitgeber wollen gesetzliche Lockerungen für Flüchtlinge

  • 07:57Frankreichs Regierungschef will Kampf gegen Burkini fortsetzen

  • 06:16Merkel empfängt weitere europäische Regierungschefs in Meseberg

  • 00:15Umfrage: Im Notfall geht es auch einige Tage ohne Hilfe von außen

  • 23:26USA und Russland grundsätzlich für Waffenruhe in Syrien

  • 21:05Vertrauliches Treffen von Merkel und Kretschmann in Berlin

  • 18:13Forscher erwarten in diesem Jahr bis zu 400.000 Flüchtlinge

  • 16:47Politbarometer zur Wahl in Mecklenburg- Vorpommern: Sellering vorn

  • 16:33Erste Bewohner verlassen belagerte syrische Stadt Daraja

  • 15:53PKK bekennt sich zu Selbstmordanschlag auf Polizeipräsidium in Cizre

  • 15:37ZDF Politbarometer: CDU und AfD in Mecklenburg-Vorpommern fast gleichauf

  • 15:22Frankreichs Oberstes Verwaltungsgericht kippt Burkini-Verbote

  • 14:38Staatsakt für Alt-Bundespräsident Scheel am 7. September

  • 13:29Philippinische Regierung einigt sich mit Rebellen auf Waffenstillstand

  • 13:00Ungarn plant zweiten Grenzzaun gegen Flüchtlinge

  • 12:41Nach Erdbeben: Italienische Regierung ruft Staatstrauer aus

  • 12:00Kerry und Lawrow beraten über Konflikt in Syrien

  • 11:03Topthema Arbeitslosigkeit vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

  • 09:19Deutsche Bank verkauft argentinische Tochter an lokalen Rivalen

  • 23:52Stada-Aktionäre wählen Aufsichtsratschef Abend ab

  • 21:34Verbraucherstimmung verbessert sich trotz Terrors und Brexit-Votums

  • 20:36Türkei öffnet dritte Bosporus-Brücke

  • 19:38US-Notenbank will Leitzinsen anheben

  • 19:10Flughafenkoordinator: Weiter Chance auf BER-Eröffnung 2017

  • 17:16VW-Betriebsratschef bringt Beteiligung an Zulieferern ins Gespräch

  • 14:59Mehr Passagiere starten von deutschen Flughäfen

  • 14:17Rekordeinnahmen in Kommunen aus Gewerbe- und Grundsteuer

  • 12:20DIHK: 172.000 Ausbildungsplätze unbesetzt

  • 11:26Lufthansa-Chef will Streit mit Piloten noch dieses Jahr beenden

  • 06:20Neue Spionage-Software "Pegasus" späht Apple-Kunden aus

  • 00:18Abgasaffäre: VW vor weiteren Verhandlungen mit US-Behörden

  • 21:37WhatsApp teilt künftig Daten mit US-Mutterkonzern Facebook

  • 18:50IFA setzt auf stabiles Konsumklima

  • 18:22Umwelthilfe: Viele Händler verweigern Rücknahme von Elektroschrott

  • 16:42Rekordumsatz für Fairen Handel

  • 16:03Boom in der Baubranche

  • 13:45Schiffskrise drückt NordLB in die roten Zahlen

  • 12:00Optiker Fielmann steigert seinen Gewinn

  • 09:38Italiens Präsident Mattarella besucht Erdbebengebiet

  • 07:13Tag der Staatstrauer nach Erdbeben in Italien

  • 06:50US-Präsident Obama schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet vor Hawaii

  • 23:01Raumkapsel kehrt auf Erde zurück

  • 22:32Saarbrücken knackt Hitzerekord des Jahres

  • 22:03Rocker in Berlin erschossen

  • 18:41Eine Explosion in einem belgischen Sportzentrum

  • 17:44Uni Osnabrück plant Studiengang für islamische Sozialarbeit

  • 16:02Staatsbegräbnis für Erdbebenopfer in Italien

  • 10:27Rekord-Zuwanderung lässt Bevölkerung auf 82,2 Millionen steigen

  • 10:05Zahl der Erdbebenopfer in Italien steigt auf 281 Tote

  • 09:02US-Sportler nach erfundenem Überfall in Brasilien angeklagt

  • 08:44Starke Nachbeben erschüttern Katastrophenregion in Italien

  • 07:20Ein Toter bei Explosion in Belgien

  • 06:00Erdogan eröffnet dritte Brücke über den Bosporus

  • 00:02Böhmermann ist zurück aus der Sommerpause - und macht sich nackig

  • 23:00Tote bei Anschlag auf Restaurant in Somalias Hauptstadt Mogadischu

  • 21:10Normandie: Steilküste bricht ab - Suche nach möglichen Opfern

  • 20:13Zwölf Jahre Haft für Säure-Attacke auf Ex-Freundin

  • 17:54Zwei Berliner Bühnen sind Theater des Jahres

  • 10:16Drei Deutsche über Qualifikation dabei

  • 23:19FCB in zweiter Runde gegen Augsburg

  • 22:27Bayern fertigt Bremen 6:0 ab

  • 21:59Hannover holt Strandberg

  • 21:18DBB-Team bezwingt Portugal

  • 21:09Kaymer droht Ryder-Cup-Aus

  • 20:2896 mit Remis, Stuttgart siegt

  • 19:47Atkinson egalisiert Weltrekord

  • 19:42Morosow knackt Deiblers Rekord

  • 19:23Pleiß wechselt nach Philadelphia

  • 19:18Klich verlässt Kaiserslautern

  • 18:22Van Genechten holt Etappensieg

  • 18:07Kerber zum Auftakt gegen Hercog

  • 16:28Kimmich zu Gast bei Breyer

  • 15:43Verstappen mit Tagesbestzeit

  • 15:39Legia gegen BVB erstes Spiel im ZDF

  • 15:00Pfeiffersches Drüsenfieber bei Rebic

  • 14:37Zwei Motorenwechsel bei Hamilton

  • 14:33Vier Olympia-Fahrer im U21-Aufgebot

  • 14:06Strafen für Alonso und Ericsson

merkzettel

Zeitenwende in Lateinamerika "Die Fiesta ist vorbei"

VideoLateinamerikas Schwäche
Screenshot

Zu Gast bei makro ist der Lateinamerika-Kenner Prof. Wolfgang Muno. Er sagt, das Kernproblem Lateinamerikas sei ein schwacher Staat. "Aufgebläht zwar, aber schwach und ineffektiv".

(18.03.2016)

Südamerikas Linksregierungen stecken in der Krise. Lateinamerika-Kenner Prof. Wolfgang Muno sagt im Interview mit dem 3sat-Wirtschaftsmagazin makro, soziale Verbesserungen seien mit Einnahmen aus dem Rohstoffboom finanziert worden. Doch der ist zu Ende. 


makro: Herr Muno, die einst so starke linke Bewegung Lateinamerikas steckt in einer Vertrauenskrise. Warum?

Prof. Wolfgang Muno ...
Prof. Dr. Wolfgang Muno

... ist Politikwissenschaftler und Professor für Internationale Beziehungen an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Sein Interessensschwerpunkt liegt auf der Erforschung von Entwicklung und Unterentwicklung, das heißt, auf der allgemeinen Frage, warum einige Länder dieser Welt reich sind, andere arm. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei auf Lateinamerika.

Wolfgang Muno:
Die Lateinamerikaner wählen nun Regierungen ab, die aus ihrer Sicht versagt haben. Venezuela und Argentinien stecken in einer veritablen Wirtschaftskrise mit hohen Inflationsraten, in Venezuela gibt es zudem enorme Versorgungsschwierigkeiten, nicht einmal Toilettenpapier ist problemlos zu kaufen. Hinzu kommt: Auch die linken Regierungen haben es nicht geschafft, die Korruption zu bekämpfen. Trotz großer Versprechungen zeigt sich in Venezuela, Argentinien, Brasilien oder etwa Chile: Statt saubere Politik zu machen, sind auch sie im Korruptionssumpf versackt.

makro: Haben die jahrelangen Anstrengungen dieser Regierungen, mehr soziale Gerechtigkeit zu schaffen, die Menschen nicht erreicht?

Muno: Die soziale Situation hat sich in allen Ländern, in denen linke Regierungen an der Macht waren, deutlich verbessert. Hier gab und gibt es aber ein großes Problem: Die sozialen Verbesserungen wurden mit den Einnahmen aus dem Rohstoffboom der letzten Jahre finanziert. Die Fiesta ist aber vorbei, stattdessen herrscht Wirtschaftsflaute. Es ist deshalb zu befürchten, dass die sozialen Verbesserungen nicht nachhaltig sind.

makro: Welche wirtschaftlichen Fehler und Versäumnisse wurden aus Ihrer Sicht begangen?

Makro

Das 3sat-Wirtschaftsmagazin  makro berichtet jede Woche aus dem Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem auch für die globalen Zusammenhänge. Jeden Freitag ab 21 Uhr live in 3sat und anschließend in der Mediathek.

Muno: Viele lateinamerikanische Länder sind nach wie vor abhängig vom Verkauf ihrer Bodenschätze und Agrarprodukte: Argentinien von Rindfleisch und Soja, Venezuela von Öl, Brasilien von Eisenerz und Soja, Bolivien von Gas, Silber und Lithium, Chile von Kupfer. Fallende Preise an den Rohstoffmärkten, vor allem aufgrund der nachlassenden Nachfrage insbesondere in China, machen jetzt die Fehler der Vergangenheit offensichtlich: das Versäumnis, diversifizierte wirtschaftliche Strukturen aufzubauen, in Produktionsketten jenseits der Rohstoffexporte zu investieren. Das ist aber nicht allein das Versäumnis der linken Regierungen, diese Exportabhängigkeit existiert schon seit kolonialer Zeit.

makro: Woran liegt das? Welche institutionellen Schwächen sehen Sie in diesen Ländern?

Muno: Kernproblem Lateinamerikas ist ein schwacher Staat. Aufgebläht zwar, mit vielen Staatsbediensteten, aber schwach und ineffektiv. Statt einer funktionierenden Bürokratie und eines Rechtsstaates dominieren Klientelismus, Personalismus und Korruption. Präsidenten regieren mit Dekreten an den Parlamenten vorbei, und betrauen ihre Freunde und Verwandte mit wichtigen Stellungen, weil es kein institutionelles, sondern nur ein personalisiertes Vertrauen gibt.

Parteien sind Vehikel für die persönliche Macht ihrer Anführer, keine programmatischen Plattformen. Hier war die Arbeiterpartei in Brasilien eine Ausnahme, die wenigstens versucht hat, ein politisches Programm zu etablieren, aber auch sie hat enttäuscht und sich in den Fallstricken eines durch und durch korrupten Parlaments verfangen.

Lateinamerika
makro:
Nun regiert in Argentinien erstmals seit 1916 ein konservativer Präsident, in Brasilien schaut die Bevölkerung immer kritischer auf das Treiben ihrer Regierung, in Venezuela kämpft Maduro um die ihm entgleitende Macht. Sehen Sie darin einen Hoffnungsschimmer?

Muno: Die bürgerliche Opposition sehe ich nicht als Hoffnungsträger. Sie ist zerstritten, außer der Opposition gegen die Linke hat sie nichts gemeinsam, und hat auch kein Programm, das eine überzeugende Alternative darstellen würde. Einen Hoffnungsschimmer sehe ich mittelfristig eher in der Bevölkerung und sozialen Bewegungen, die selbstbewusster geworden sind und sich besser organisiert haben. Sie protestieren gegen Korruption und lassen sich nicht mehr alles gefallen. Letztlich wählen sie, wie gesehen, auch Regierungen ab. Ein echter demokratischer Fortschritt!

Das Interview führte Doris Ammon.

19.03.2016
  1. Drucken
  2. Merken
  3. Versenden
  4. Teilen auf:

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen