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Südchinesisches Meer China verlagert Raketen auf umstrittene Insel

BildDie Spratly-Inseln
Woody-Insel, auch Yongxing-Insel genannt

China schafft Fakten - mit Raketen auf Inseln und Riffen in Südchinesischen Meer (hier die Spratly-Inseln).

(Quelle: picture alliance / dpa)

VideoDie militärische Weltlage 2016
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Taiwans Staatschef Ma-Ying-jeou und Chinas Präsident Xi Jinping schütteln sich die Hand

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(07.11.2015)

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Nordkorea hat eine Langstreckenrakete gestartet. Laut Pjönjang sei mit der Rakete ein Satellit ins Weltall gebracht worden. Der Raketenstart stieß international auf scharfe Kritik.

Nordkorea hat eine Langstreckenrakete getestet - der UN-Sicherheitsrat kündigt neue Sanktionen an.

(24.02.2016)

China hat offenbar Flugabwehrraketen auf einer umstrittenen Insel im Südchinesischen Meer stationiert. Peking habe mehrere Raketen nach Woody Island in der Paracel-Inselgruppe gebracht, teilte Taiwan mit. Das Eiland wird auch von Taiwan und Vietnam beansprucht. 

China hat im Streit um Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer Boden-Luft-Raketen auf einer Insel in der Region stationiert. Das teilte am Mittwoch das taiwanesische  Verteidigungsministerium mit.

Auch das US-Verteidigungsministerium bestätigte die Verlagerung der Raketen, wie der US-Sender Fox News berichtete. Demnach zeigen Satellitenbilder zwei Raketenbatterien, die auf Woody Island aufgestellt wurden. Bei den Raketen handelt sich um ein System zur Verteidigung gegen Luftangriffe, das eine Reichweite von rund 200 Kilometern hat.

Unter der Kontrolle Chinas

Woody Island gehört zur Paracel-Inselgruppe, die seit über 40 Jahren unter Kontrolle Chinas steht, aber auch von Taiwan und Vietnam beansprucht wird. Die Stationierung der Raketen wurde bekannt, während US-Präsident Barack Obama mehrere südostasiatische Staaten zu einer Konferenz in Kalifornien empfing, um über Möglichkeiten zur Entspannung des Konfliktes in der Region zu sprechen.

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"Wir werden weiterhin unseren Verbündeten und Partnern dabei helfen, ihre Marine-Fähigkeiten zu verstärken", sagte Obama nach dem Ende des ASEAN-Gipfels in Rancho Mirage. Konflikte müssten friedlich und nach internationalem Recht beigelegt werden, sagte er mit Blick auf den Territorialkonflikt mit China.

Große Öl- und Gasvorkommen

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht jedoch 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes, darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen, aber nur etwa 220 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt liegen.

Vietnam hatte in der Vergangenheit mehrfach gegen chinesische Ölbohrungen vor seiner Küste protestiert, die Philippinen protestieren gegen chinesische Landaufschüttungen sowie den Bau von Leuchttürmen und einer Landbahn auf einigen der Riffe.

Verstärkt in Konflikt eingeschaltet

Zuletzt hatte sich auch die USA verstärkt in den Konflikt eingeschaltet. Erst im Januar war ein US-Kriegsschiff in die von China beanspruchten Gewässer um die Paracel-Inseln eingedrungen. Im Oktober hatte sich der US-Zerstörer "Lassen" einer von China beanspruchten Insel der weiter südlichen gelegen Spratly-Inselgruppe auf weniger als zwölf Seemeilen genähert. Washington rechtfertigte dies mit der Verteidigung der Freiheit der Navigation; das Gebiet sei internationales Gewässer.

Südchinesisches Meer

Spratly-Inseln

Das Südchinesische Meer gehört zum Pazifischen Ozean und liegt südlich von China zwischen Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. Es werden Öl- und Gasvorkommen vermutet. Die USA pochen auf freie Überflug- und Durchfahrtrechte für US-Schiffe.

Mit China streiten mehrere Länder um die Hoheit über die Paracel- und die Spratly-Inseln sowie teils vom Meer überspülte Riffe, darunter sind Vietnam, die Philippinen und Malaysia. Im vergangenen Jahr installierte China vor Vietnams Küste vorübergehend eine Ölplattform. Vor der Küste der Philippinen schütten Chinesen an einem Riff Land auf und bauen nach Satellitenbildern zu urteilen eine Landebahn.

(Quelle: dpa)

Im Dezember flog ein strategischer Bomber des Typs B52 über eine der von Peking beanspruchten Inseln. Die Aktion sei eine "ernsthafte militärische Provokation", protestierte Peking damals. Washington sprach später von einer "unbeabsichtigten Aktion".

17.01.2016, Quelle: dpa, ap
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