25.06.2016

Bundestrainer Löw: "Boateng wird morgen spielen"

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merkzettel

US-Präsidentschaftswahlen Es könnte der Super Trump Day werden

VideoSuper Tuesday in den USA
Hillary Clinton beim Super Tuesday in den USA.

Super Tuesday: Mit Abstimmungen in zwölf Bundesstaaten tritt der Vorwahlkampf zur Präsidentschaft in die heiße Phase.

(01.03.2016)

VideoPorträt: Hillary Clinton
Hillary Clinton

First Lady, Senatorin, Außenministerin: Hillary Clinton ist seit Jahrzehnten in der US-Politik. Sie will die erste US-Präsidentin werden. Über Stärken, Schwächen und Chancen der Demokratin.

(29.02.2016)

VideoPorträt: Donald Trump
Donald Trump

Donald Trump verspricht, Amerika wieder groß zu machen - und punktet damit im Präsidentschaftswahlkampf bei der frustierten Mittelschicht. Über Stärken, Schwächen und Chancen des Republikaners.

(29.02.2016)

VideoEtappensiege: Trump und Clinton
Jeb Bush gibt seinen Rücktritt von der Präsidentschaftskandidatur bekannt.

Erneuter Triumph für Donald Trump bei den Republikanern und knapper Sieg für die Demokratin Hillary Clinton bei den dritten US-Vorwahlen. Bei den Republikanern erklärte Jeb Bush seinen Rücktritt.

(21.02.2016)

von Maya Dähne, New York

Wer am Super Tuesday die meisten Delegierten hinter sich schart, hat einen entscheidenden Schritt zur Nominierung für die US-Präsidentschaftswahl gemacht. Es sieht ganz danach aus, als würde der Super Tuesday dieses Mal ein Super Trump Day. 

"Donald Trump wird Amerika nicht wieder groß machen, sondern orange", frotzelt Marco Rubio mit Blick auf Trumps unnatürlich gefärbten Teint. Er sei ein Trickbetrüger, der heute auf den Straßen New Yorks Uhren verscherbeln würde, wenn er nicht die Millionen seines Vaters geerbt hätte, ätzt der Senator aus Florida weiter. Im Endspurt zum Super Tuesday hat sich der Wahlkampf der Republikaner endgültig in eine bizarre Zirkus-Show verwandelt.

Schmutzig, gemein, unter der Gürtellinie

Live beim Super Tuesday

Das ZDF berichtet die ganze Nacht über auf www.heute.de über den Super Tuesday. Seien Sie immer auf Stand mit unserem Liveblog.

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir in diesem Zirkus mitspielen müssen. Es scheint der Preis zu sein. Wer nicht mitmacht, wird nicht wahrgenommen", sagt Todd Harris, ein Berater von Marco Rubio. Neuesten Umfragen zufolge könnte der Super Tuesday ein Super Trump Day werden - und damit ein Super-GAU für die anderen republikanischen Kandidaten und für die Partei insgesamt. Folglich versuchen Ted Cruz und Marco Rubio mit allen Mitteln und bis zur letzten Minute das Ruder herumzureißen.

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Denn zu viel steht auf dem Spiel am Super Tuesday - dem Tag, an dem Wähler in insgesamt zwölf US-Bundesstaaten ihre Stimme bei Vorwahlen abgeben. Die Staaten, in denen es die meisten Delegierten zu gewinnen gibt, sind Texas (155 Delegierte), Georgia (76), Virginia (49), Oklahoma (43) und Minnesota (38). Überall liegt Trump Umfragen zufolge weit vorne. Lediglich in Texas könnte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Cruz geben.

Hillary Clinton siegessicher

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Im Lager der Demokraten wird der Super Tuesday weit weniger aufregend verlaufen. Nach ihrem klaren Sieg in South Carolina, ist Hillary Clinton klare Favoritin. Vor allen anderen sind es die schwarzen Wähler in den Südstaaten Georgia, Alabama, Arkansas, Virginia, Tennessee und Texas, die sie unterstützen. Ihr Konkurrent Bernie Sanders kann sich höchstens in seinem Heimatstaat Vermont und in Massachusetts Chancen ausrechnen. Mehrere Online-Wettbüros setzen unabhängig vom Ausgang des Super Tuesday längst auf Sieg für Donald Trump. Zocker und Glücksspieler sind sicher: Er wird der republikanische Präsidentschaftskandidat. Ins Weiße Haus einziehen darf er demnach am Ende aber nicht. Da sehen die Buchmacher eher Hillary Clinton vorne.

Politikexperten haben sich selten so schwer getan, Wählerverhalten und Wahlausgang vorherzusagen. "Das ist ein Rennen, das wir so noch nie gesehen haben", sagt Nate Silver. Der Statistiker und gefeierte Wahlprognosen-Guru hat Trumps Aufstieg lange Zeit unterschätzt. Genauso wie viele Journalisten, Meinungsforscher und Politstrategen.

The winner takes it all

Sie alle schauen jetzt gebannt auf die Staaten, in denen am Super Tuesday abgestimmt wird. Rein rechnerisch wäre Trump immer noch zu stoppen, selbst wenn er sämtliche Staaten abräumt und die Mehrheit der 595 Delegierten gewinnt. Spätestens in zwei Wochen allerdings wird sich endgültig niemand mehr die Lage schön rechnen können.

Denn am 15. März, dem zweiten Super Tuesday, wird unter anderem in Florida und Ohio gewählt. Dort gilt, anders als in Texas oder Georgia, das Alles-oder-Nichts-Prinzip (the winner takes it all). Derjenige Kandidat, der dort die Mehrheit gewinnt, erhält sämtliche Delegiertenstimmen. Wenn Trump auch dort siegt, wäre das ein Worst-Case-Szenario für die Republikanische Partei.

US-Wahl 2016: Kandidaten

Hillary Clinton (Demokraten)

Hillary Clinton

2008 unterlag sie Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der machte sie später zur Außenministerin. Diesmal gilt die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton als große Favoritin bei den Demokraten - auch wenn ihr Kontrahent Bernie Sanders ihr mehr zu schaffen macht, als ihr lieb sein kann. Clinton hat als einzige Bewerberin überhaupt ein politisches Profil im Ausland. Sie steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

Bernie Sanders (Demokraten)

Bernie Sanders

Der 74-Jährige ist der erfahrenste Parlamentarier im Rennen um das Präsidentenamt, 1990 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2006 ist er Senator für den Staat Vermont. Sanders bezeichnet sich selbst als "demokratischer Sozialist" und wurde lange als krasser Außenseiter erachtet. Doch wenn er vor Tausenden Studenten spricht, bebt die Arena, Sanders verbreitet ungewöhnlich viel Energie. Er steht für eine liberalere Drogenpolitik, vor allem eine deutlich striktere Regulierung von Banken und Finanzmärkten.

Donald Trump (Republikaner)

Donald Trump

Er wirft mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, ist aber als Parteispender in Erscheinung getreten. Er unterstützte sowohl Republikaner als auch Demokraten. Im Jahr 2000 hatte er sich für die inzwischen unbedeutende Reform-Party schon einmal zur Wahl gestellt. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen. Er holzt vor allem gegen Migranten aus Mexiko und will eine Mauer zwischen beiden Ländern bauen.

01.03.2016
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