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Primary und Caucus So funktionieren die Vorwahlen in den USA

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(Quelle: dpa)

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Über Monate hinweg quälen sich Bewerber der Republikaner und Demokraten in den USA durch ein kompliziertes Vorwahlsystem, um die offizielle Kandidatur ihrer Partei zu erobern. Erst danach geht es in den eigentlichen Wahlkampf um das Weiße Haus. heute.de erklärt, wie man US-Präsident wird. 

Bei den Caucus oder Primary genannten Vorwahlen in den 50 US-Staaten entscheiden die Wähler letztlich, wer zum Nominierungsparteitag fahren darf. Entsprechend dem Vorwahlergebnis sind die Delegierten auf bestimmte Kandidaten verpflichtet.

Die Republikaner haben je Staat unterschiedliche Regeln, ob der Sieger einer Vorwahl alle Stimmen bekommt oder die Delegierten nach dem Stimmenverhältnis aufgeteilt werden. Die Demokraten verfahren überall nach dem Modus, die Entsandten proportional zu verteilen.

Nominierung der Kandidaten auf Parteitagen

Beim Nominierungsparteitag der Republikaner vom 18. bis 21. Juli in Cleveland braucht ein Bewerber 1.237 Delegiertenstimmen, um offiziell zum Kandidaten erkoren zu werden. Beim Konvent der Demokraten vom 25. bis 28. Juli in Philadelphia sind 2.383 Stimmen für die Nominierung nötig.

Zu den Parteikonventen fahren letztlich viele Delegierte, die nicht auf einen Kandidaten festgelegt sind. Das sind zum einen die Vertreter jener Bewerber, die im Lauf der Zeit aus dem Rennen aussteigen. Zum anderen schickt auch das Parteiestablishment Delegierte, zum Beispiel gewählte Abgeordnete aus den Einzelstaaten oder auch aus dem US-Kongress. Die Demokraten sprechen von Superdelegierten, die Republikaner von "nicht festgelegten" Stimmen.

Es geht um Mitsprache

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Diese verschaffen den Parteiorganisationen Mitsprache bei der Nominierung, denn sie wünschen sich auf den Parteitagen klare Verhältnisse. 1976 hatte der republikanische Präsident Gerald Ford - der nach dem Rücktritt von Richard Nixon von der Vizeposition ins Weiße Haus vorgerückt war - zwar die meisten Delegiertenstimmen, aber keine absolute Mehrheit auf dem Nominierungsparteitag. Ronald Reagan versuchte dort, dem Amtsinhaber noch die Nominierung abzujagen, allerdings vergeblich. Ford unterlag letztlich dem Demokraten Jimmy Carter.

Stichwort: Primaries

Caucus und Primaries - der Unterschied

Im Vorwahlkampf wird in den USA darüber entschieden, wer für die Demokraten und Republikaner zur Präsidentschaftswahl am 8. November antritt. Gewählt wird in allen 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington und den Territorien der USA.

Bei Parteiversammlungen (caucuses) oder Vorwahlen (primaries) wird bis zum Sommer der Großteil der Delegierten für die Nominierungskongresse ausgesucht. Dort werden im Juli die Kandidaten für das Rennen ums Weiße Haus offiziell gekürt.

Der Unterschied: Ein Caucus wird von den Parteien organisiert, für Primaries sind die Bundesstaaten verantwortlich.

Bei den Primaries wird zwischen geschlossenen und offenen Vorwahlen unterschieden. Bei den "closed primaries" können nur registrierte Parteigänger von Demokraten oder Republikanern die Delegierten für die nationalen Nominierungsparteitage bestimmen. Bei den "open primaries" sind alle registrierten Wähler dazu berechtigt. In den meisten Staaten sind die Wahlgänge "offen".

(Quelle: dpa)

02.03.2016, Quelle: dpa
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