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merkzettel

Waffenruhe ab Mitternacht? Heftige Kämpfe vor geplanter Feuerpause in Syrien

BildWarten auf Feuerpause
Archiv - Rauchwolke nach Luftangriffen durch pro-syrische Regierungstruppen in der Stadt Anadan, Syrien, am 03.02.2016

Archivfoto: Angriffe auf die Stadt Anadan am 3. Februar 2016

(Quelle: reuters)

VideoEinigung auf Feuerpause in Syrien
Die USA und Russland haben Bedingungen für eine Feuerpause in Syrien vereinbart. Die Waffenruhe soll am Samstag um 0.00 Uhr Ortszeit beginnen.

Die USA und Russland haben Bedingungen für eine Feuerpause in Syrien vereinbart. Das syrische Regime akzeptiert die Waffenruhe. Beginnen soll sie am Samstag um 0.00 Uhr Ortszeit.

(21.02.2016)

VideoAleppo in Trümmern
Menschen und Trümmer

Trotz geplanter Hilfskonvois der Vereinten Nationen in das Krisengebiet verschlechtert sich die Lage in Syrien. Es mangelt an Nahrung und Medikamenten. Was wirklich helfen würde: Waffenruhe.

(17.02.2016)

VideoBalkanroute wird zur Sackgasse
Flüchtlingsrückstau in Griechenland.

Die Balkanroute ist undurchlässiger geworden. Nun kommt es zu einem Flüchtlingsrückstau in Griechenland. Verzweifelt warten tausende Flüchtlinge darauf, das Land Richtung Norden zu verlassen.

(25.02.2016)

Kurz vor der geplanten Feuerpause in Syrien wachsen die Zweifel, ob das Abkommen wirklich umgesetzt wird. Vor Inkrafttreten flogen russische Kampfjets verstärkte Angriffe, in mehreren Landesteilen gab es Kämpfe. Sollte die Waffenruhe weitgehend halten, sollen die Friedensgespräche am 7. März weitergehen. 

Bedingung sei allerdings, dass die Waffenruhe, die um Mitternacht (23 Uhr MEZ) beginnen soll, weitgehend beachtet werde, sagte UN-Sondervermittler Staffan de Mistura dem Weltsicherheitsrat in New York per Videoschaltung aus Genf. Zudem müsse der verbesserte Zugang für Hilfsgüter aufrecht erhalten bleiben. Die Friedensgespräche in Genf waren Anfang Februar abgebrochen und vertagt worden. Der Sicherheitsrat verabschiedete am Freitagabend einstimmig eine Resolution, die die Waffenruhe in Syrien begrüßt und unterstützt.

Wenige Stunden vor Inkrafttreten der Feuerpause registrierten die UN verstärkte Kämpfe in Syrien. Aktivisten berichteten von mehr Luftangriffen auf Rebellenstellungen und heftigen Kämpfen in mehreren Landesteilen. Die Al-Nusra-Front, der Al-Kaida-Ableger in Syrien, rief alle Aufständischen auf, die Feuerpause nicht zu beachten, sondern den Widerstand gegen Staatschef Baschar al-Assad zu verschärfen.

Luftangriffe und schwere Kämpfe

Russlands Präsident Wladimir Putin teilte zwar mit, die syrische Regierung und die Rebellen hätten sich bereiterklärt, das Abkommen zu respektieren. Doch sein Außenminister Sergej Lawrow räumte ein, niemand könne eine 100-prozentige Garantie abgeben, dass die Feuerpause auch umgesetzt werde.
Die Konfliktparteien versuchten offenbar, vor Inkrafttreten der von den USA und Russland beschlossenen "Einstellung der Feindseligkeiten" noch möglichst viel Territorium unter ihre Kontrolle zu bringen. Seit der Nacht hätten russische Kampfjets von Rebellen kontrollierte Gebiete in Ost-Ghuta östlich der Hauptstadt Damaskus, in der Provinz Homs und in der Provinz Aleppo bombardiert, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Duma, ein Vorort von Damaskus, geriet demnach unter massiven Beschuss der syrischen Armee und sei mindestens 26 Mal aus der Luft angegriffen worden. Rettungskräfte sprachen von mindestens fünf Toten. Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen flammten auch im Nordwesten nahe der Grenze zur Türkei auf.

Al-Nusra-Front: Kämpfer breit verteilt

Als besonders brisant könnte sich der Aufruf von Al-Nusra-Front-Anführer Abu Mohammed al-Golani erweisen. Die Aufständischen sollten entschlossener gegen die syrische Führung und deren Verbündete vorgehen. "Lasst Euch nicht von ihren Flugzeugen und ihren vielen Soldaten einschüchtern", sagte er in einer von Orient TV ausgestrahlten Audiobotschaft.

Das Waffenstillstandsabkommen gilt explizit nicht für die Al-Nusra-Front, da diese sowohl von den USA als auch Russland als zu radikal angesehen wird. Sie ist allerdings alleine größer als fast alle Gruppen zusammen, die sich zu der Feuerpause bereiterklärt haben. Zudem kontrolliert sie kein klar umrissenes Gebiet. Ihre Kämpfer sind breit verteilt und dabei auch in von der Opposition gehaltenen Gebieten im Westen Syriens unterwegs. Sollten sie die Kämpfe eskalieren lassen, würde dies das Risiko, dass die Feuerpause scheitern könnte, erheblich erhöhen.

Knackpunkt Terror-Bekämpfung

Das wichtigste syrische Oppositionsbündnis bekräftigte gleichwohl, sämtliche ihr angehörenden bewaffneten Gruppen würden die zunächst auf zwei Wochen angesetzte Feuerpause respektieren. Voraussetzung sei allerdings, dass die Regierungstruppen und deren Verbündete unter dem Vorwand der Terror-Bekämpfung nicht ihre Angriffe fortsetzten.

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Genau hier könnte allerdings der Knackpunkt liegen. Zwar sind sich alle Seiten einig, dass die radikal-islamische IS-Miliz und die Al-Nusra-Front ungeachtet der Waffenruhe weiter bekämpft werden dürfen. Die syrische Regierung bezeichnet aber in der Regel alle ihre Gegner im Land als Terroristen, also auch die Gruppen, die vom Westen als vergleichsweise moderat eingestuft und unterstützt werden. Putin sagte, niemand solle vergessen, dass es abgesehen vom Islamischen Staat (IS) noch andere terroristische Organisationen in Syrien gebe.

Die Türkei erklärte, sie unterstütze das Abkommen grundsätzlich. Angesichts der anhaltenden Kämpfe "machen wir uns aber leider ernsthaft Sorgen, was die Zukunft dieser Waffenruhe angeht", sagte ein Regierungssprecher. Der Türkei kommt als NATO-Partner, Regionalmacht und Nachbarstaat Syriens eine besondere Rolle zu. Sie ist unter anderem wegen der von den USA unterstützten syrischen Kurden-Gruppe YPG beunruhigt, deren Hochburgen entlang der Grenze zur Türkei liegen. Die Regierung in Ankara stuft - anders als die USA - die YPG als Terrororganisation ein.

Die Akteure im Syrien-Konflikt

Die Kurden

Kobane: Kurdischer Kämpfer - Aufnahme vom 08.05.2015

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Die Kurdenmiliz ist im Kampf gegen die IS-Terrormiliz bislang sehr effektiv, ist daher wichtiger Partner des Westens und erhält dafür Hilfe aus den USA. Die Kurden kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime. Führende Kraft ist die Kurdenpartei PYD, ein Ableger der verbotenen Arbeiterpartei PKK in der Türkei.

Das NATO-Mitglied Türkei indes bekämpft den bewaffneten Arm der PYD, die YPG, und scheint zunehmend beunruhigt wegen der jüngsten Geländegewinne der Gruppe im benachbarten Bürgerkriegsland. Mit dem Erstarken der Kurden in Syrien und dem Nordirak sieht Ankara auch die Bestrebungen zur Gründung eines Kurdenstaates wachsen.

Islamischer Staat

IS-Kämpfer in Syrien  Aufnahmevom 07.04.2015

Die Terrormiliz IS ist die stärkste Kraft in Syrien neben dem Regime. Sie beherrscht im Norden und Osten riesige Gebiete. Allerdings mussten die Extremisten in den vergangenen Monaten deutliche Niederlagen einstecken. Das US-Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der Dschihadisten in Syrien und im Irak auf 19.000 bis 25.000 - früheren Schätzungen zufolge waren es mal 20.000 bis 33.000. Für den Rückgang seien demnach Verluste auf dem Schlachtfeld, Fahnenflucht und Disziplinarstrafen des IS gegen eigene Kämpfer verantwortlich, sagt ein Pentagon-Vertreter. Außerdem zeigten die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft Wirkung, den Fluss ausländischer Kämpfer nach Syrien und in den Irak einzudämmen.

Der IS kämpft sowohl gegen das syrische Regime als auch gegen andere Rebellengruppen. Die Dschihadisten zeichnen sich vor allem durch ihren extremen Hass gegen Andersgläubige aus. Sie streben einen Gottesstaat mit radikaler Auslegung an, der Scharia.

Assad-Regime

Baschar al-Assad

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter große Städte wie Damaskus oder Homs sowie den Küstenstreifen. Unterstützt von russischen Luftangriffen und Hilfe aus Iran machte die syrische Armee in den vergangenen Wochen deutlich Boden gut und kreiste unter anderem von den Rebellen kontrollierte Teile Aleppos im Norden ein. Ziel Assads ist es, die Rebellen-Gebiete der Stadt von der Außenwelt abzuschneiden. Sollte das gelingen, würde dieser Schlag Assads Verhandlungsposition deutlich stärken. Der Machthaber lehnt einen Rücktritt ab.

Al-Nusra-Front

Kämpfer der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front

Erstmals tauchte Al-Nusra im Januar 2012 auf - zehn Monate nach dem Beginn der Proteste gegen den syrischen Staatschef Baschar al-Assad, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Die Gruppe ist ein Ableger des Al-Kaida-Arms Islamischer Staat im Irak. In der nordirakischen Provinz Ninive war al-Dschulani ihr Anführer.

Im Jahr 2013 lehnte es Al-Nusra ab, sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen und band sich an Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri. Dieser erklärt die Gruppe zum einzigen Al-Kaida-Ableger in Syrien, wonach der IS sie aus der ölreichen östlichen Provinz Deir Essor vertrieb.

Laut dem Syrien-Experten Thomas Pierret von der Universität Edinburgh gehören Al-Nusra 7.000 bis 8.000 Kämpfer an. Auf mittlerer Kommandoebene sind nach seinen Erkenntnissen einige Ausländer aktiv, bei den Fußtruppen jedoch kaum. Andere Experten beziffern die Zahl der Kämpfer auf bis zu 10.000, etwa 80 Prozent von ihnen Syrer. Hochburgen der Gruppe sind die nordwestsyrische Provinz Idlib und der Süden der nördlichen Provinz Aleppo. Es gibt aber kein Gebiet, das ausschließlich von Al-Nusra kontrolliert wird - überall kämpft die Gruppe mit Verbündeten.

Weil sie mit vielen Rebellengruppen in ganz Syrien verbündet ist, gilt die Al-Kaida-nahe Al-Nusra-Front als zentrale Bedrohung für die seit dem späten Freitagabend geltende Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland. Denn die Waffenruhe gilt nicht für die Al-Nusra-Front. 

Rebellen

Syrische Rebellen schauen am 10.03.2015 in den Himmel

Sie sind vor allem im Nordwesten und Süden Syriens stark. Ihr Spektrum reicht von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten. Zu diesen gehören die Gruppen Ahrar al-Scham und Dschaisch al-Islam.

Ahrar al-Scham gehört zu den stärksten Milizen im Nordwesten Syriens. Kritiker werfen der von Al-Kaida-Veteranen gegründeten Gruppe eine große Nähe zu dem Terrornetzwerk vor. Auch Ahrar al-Scham will einen "islamischen Staat", in dem die Scharia, das Recht Gottes, gilt. Viele Rebellen halten die Gruppe jedoch für moderater als IS und Nusra-Front. Ahrar al-Scham gehört zum Hohen Verhandlungskomitee (HNC), das die Opposition bei den Friedensgesprächen in Genf vertritt.

Wie Ahrar al-Scham wird auch Dschaisch al-Islam Experten zufolge von der Türkei und Saudi-Arabien unterstützt. Die Miliz ist vor allem in dem hart umkämpften Gebiet östlich von Damaskus stark. Auch sie gehört zum HNC. Ihr Vertreter Mohammed Allusch trägt sogar den Titel "erster Verhandler".

Teilweise kooperieren die Rebellen mit der Al-Nusra-Front, einem kampfstarken Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie gehört in Syrien zu den stärksten Milizen. Stark ist die Gruppe vor allem in der Provinz Idlib. Sie ist ideologisch eng mit dem IS verwandt ist, beide Gruppen sind allerdings miteinander verfeindet.

Hisbollah

Hisbollah-Kämpfer und syrische Armeesoldaten stehen auf einem Lastwagen mit Hilfsgütern

Die libanesische Schiitenmiliz kämpft im syrischen Bürgerkrieg seit langem an der Seite des Regimes. Sie wird von Iran finanziert, der Präsident Assad an der Macht halten will, um die Achse Libanon-Syrien-Irak-Iran zu sichern. Die USA haben die "Partei Gottes" auf ihre Terrorliste gesetzt, die EU betrachtet ihren militärischen Arm als Terrororganisation.

Opposition

syrische Opposition

Sie ist zersplittert. Das wichtigste Oppositionsbündnis ist die Syrische Nationale Koalition in Istanbul. In Damaskus sitzen zudem Oppositionsparteien, die vom Regime geduldet werden. Bei einer Konferenz in Riad einigten sich verschiedenen Gruppen auf die Bildung eines Hohen Komitees für Verhandlungen (HNC), dem aber einige prominente Vertreter der Opposition nicht angehören.

Die USA und der Westen

Fregatte Augsburg der Bundesmarine

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt sechs Tornados für Aufklärungsflüge über Syrien, ein Flugzeug zur Luftbetankung sowie die Fregatte "Augsburg", die im Persischen Golf einen Flugzeugträger schützt. Washington unterstützt moderate Regimegegner.

Russland

Archiv - Ein russischer SU-34 Kampfjet beim Abwurf ein Bombe am 09.12.2015

Seit September fliegt auch Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien. Sie richten sich gegen den IS ebenso wie gegen Rebellen, die mit der Terrormiliz verfeindet sind. Moskau ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Iran

Hassan Rohani

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Iraner kämpfen an der Seite der syrischen Soldaten. Auch die von Teheran finanzierte libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist in Syrien an Assads Seite im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Erdogan und König Salman

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern Assads Sturz. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

26.02.2016, Quelle: reuters, afp
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