26.06.2016

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Syrien-Konflikt Russische Jets zerstören Terroristen-Gefängnis

BildGefängnis in Maaret
Anwohner suchen nach russichem Luftschlag nach Überlebenden

(Quelle: reuters)

VideoIS verliert Territorium
Wie ein Sprecher der US-Armee in Bagdad erklärte, habe der IS im Irak 40 Prozent seines Gebiets verloren, in Syrien knapp 20 Prozent

Der IS hat offenbar 30 Prozent seines Territoriums verloren. Wie ein Sprecher der US-Armee in Bagdad erklärte, waren dies im Irak 40 Prozent und in Syrien 20 Prozent.

(06.01.2016)

VideoBundeswehr hat besondere Aufgabe
Hermann Bernd (links) und Major Gunnar Kratz

"Jeder neue Einsatz bringt neue Herausforderungen", sagt Major Gunnar Kratz, Bundeswehrpilot des Airbus A400M. In Incirlik "geht der Einsatz im Januar richtig los", sagt ZDF-Korrespondent Luc Walpot.

(10.12.2015)

VideoKrieg im Kopf
Afghanistan-Veteran Robert Sedlatzek-Müller im Gespräch mit Nadine Krüger

Die Bundeswehr ist an drei Einsätzen im Kampf gegen die Terror-Miliz IS beteiligt. Afghanistan-Veteran Robert Sedlatzek-Müller erzählt, welche psychischen Folgen ein solcher Einsatz haben kann.

(07.01.2016)

Im Nordwesten Syriens sind bei einem russischen Luftangriff auf ein Gefängnis dutzende Menschen getötet worden. Aktivisten berichteten, unter den 57 Opfern seien neben Zivilisten auch zahlreiche Kämpfer der Al-Nusra-Front. Unterdessen hungern die Menschen in Madaja weiter. 

Der Gefängniskomplex der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Miliz befindet sich nach Angabe der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nähe eines belebten Markts der Ortschaft Maarat al-Numan in der Provinz Idlib. Die Islamisten hielten dort Kämpfer rivalisierender Rebellengruppen gefangen.

Zivilisten fallen Luftangriff zum Opfer

Unter den Toten seien neben 23 Al-Nusra-Kämpfern und mehreren Gefangenen auch 21 Zivilisten gewesen, unter ihnen ein Kind und zwei Frauen, berichtete die Beobachtungsstelle. Nach ihren Angaben könnte die Zahl der Toten weiter steigen, da der Zustand von 30 Verletzten lebensbedrohlich sei. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Russland fliegt seit September Luftangriffe in Syrien - nach eigenen Angaben gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Der Westen hegt allerdings den Verdacht, dass die russischen Angriffe eher dem Ziel dienen, Staatschef Baschar al-Assad zu stützen.

Hilfskonvois für Madaja verschoben

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Unterdessen lässt die dringend benötigte Hilfe für die hungernden Bewohner der belagerten Städte Madaja, Fua und Kafraja weiter auf sich warten. Aus logistischen Gründen könnten die Lieferungen nicht vor Montag beginnen, sagte der Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Syrien, Pawel Krzysiek. Einzelheiten nannte er nicht.
Die Hilfsorganisationen arbeiteten rund um die Uhr, um die Konvois möglich zu machen, erklärte der IKRK-Sprecher. Die syrische Regierung hatte am Donnerstag ihre Zustimmung zu den Transporten gegeben. Bislang hieß es, sie sollten am Sonntag starten.

Sie essen Hunde, Katzen und Blätter

Einwohner aus Madaja berichteten der Deutschen Presse-Agentur am Samstag von zwei weiteren Opfern. Ein Vater und sein neun Jahre alter Sohn seien verhungert, hieß es. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hatte am Freitag erklärt, bislang seien mindestens 23 Menschen an den Folgen von Mangelernährung gestorben.

In der Stadt nordwestlich von Damaskus sind seit einem halben Jahr rund 40.000 Menschen von der Armee und ihren Verbündeten eingeschlossen. Hilfsorganisationen konnten nach eigenen Angaben zuletzt im Oktober Lieferungen nach Madaja bringen. Aktivisten berichteten, die Menschen müssten sich von Hunden, Katzen und Blättern ernähren.

Das Engagement der Bundeswehr im Ausland

Afghanistan

Afghanische Soldaten

Nach dem Ende des Isaf-Kampfeinsatzes sind am Hindukusch in der Mission Resolute Support noch knapp 900 Soldaten zur Ausbildung und Unterstützung der afghanischen Streitkräfte stationiert. Ein weiterer Bundeswehrangehörige arbeitet für die UN-Unterstützungsmission Unama.

Kosovo

Mit rund 700 Soldaten ist der Kfor-Einsatz der Bundeswehr unter dem Nato-Schirm zur Stabilisierung des jungen Balkanstaats fast genauso stark wie die Afghanistan-Mission. Aufgabe der ausländischen Streitkräfte im Kosovo ist weiterhin die Stabilisierung des Landes.

Türkei

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien beteiligt sich die Bundeswehr mit etwa 250 Soldaten im Nato-Rahmen an der Mission Active Fence zur Sicherung der Grenze zwischen beiden Ländern. Mit Patriot-Abwehrsystemen im Süden der Türkei wird der Bündnispartner vor Geschossen aus der Luft geschützt.

Irak

Knapp 90 Bundeswehrsoldaten bilden in der nordirakischen Kurdenmetropole Erbil einheimische Kämpfer aus. Angesichts des Vormarschs der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat beliefert Deutschland die kurdischen Peschmerga zudem mit Waffen und anderem Militärmaterial.

Libanon

An der UN-Mission Unifil zum Schutz der libanesischen Mittelmeerküste beteiligt sich die Bundeswehr mit knapp 140 Soldaten. Die Mission unterstützt den Libanon bei der Küstensicherung und soll vor allem Waffenschmuggel verhindern.

Somalia

An der EU-Mission Atalanta gegen somalische Piraten vor der Küste des Landes ist die Bundeswehr mit 280 Soldaten beteiligt. In einer EU-Ausbildungsmission in Somalia selbst sind acht deutsche Soldaten eingesetzt.

Mali und Senegal

Bei einer EU-Ausbildungsmission in Mali sind etwa 150 deutsche Soldaten im Einsatz. An der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes, die in Mali und im Senegal operiert, beteiligen sich acht Bundeswehrangehörige.

Südsudan und Sudan

Rund 15 Bundeswehrsoldaten sind in der UN-Mission Unmiss im Südsudan im Einsatz. Ziele sind der Staatsaufbau in dem seit vier Jahren unabhängigen Land und der Schutz von Zivilisten. An der UN-Mission Unamid in der sudanesischen Krisenregion Darfur sind neun Soldaten beteiligt.

Westsahara und Liberia

In der Westsahara ist die Bundeswehr mit vier Soldaten in der UN-Mission Minurso engagiert. Ziel ist ein Referendum über den Status der von Marokko besetzten früheren spanischen Kolonie. In der UN-Mission Unmil zur Stabilisierung Liberias sind drei Bundeswehrangehörige eingesetzt.

Mittelmeer

Ohne Mandat sind Marineschiffe mit rund 310 Soldaten im Einsatz, um Flüchtlinge zu retten. Die EU arbeitet zudem an einer größeren Mission gegen Schlepper. An der Nato-geführten Operation Active Endeavour zur Sicherung der Seewege ist die Bundeswehr derzeit nicht aktiv beteiligt.

Quelle: Christof Meißner

09.01.2016, Quelle: afp, dpa
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