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merkzettel

Thailand Krabbeltier-Zucht statt Reisanbau

BildHeuschrecken am Spieß
Schrimps und Heuschrecken am Spieß

Der Geschmack von Grillen wird als kross und nussig beschrieben, wie eine Mischung aus Shrimps und Mandeln. Frittierte Bambusbohrer ähneln ungesalzenen Kartoffelchips und der Sagowurm soll leicht speckig schmecken.

(Quelle: imago)

VideoDelikatessen in Belgien

Was wir in Deutschland nur aus den Dschungelprüfungen kennen, wird in Belgien so langsam zur Delikatesse: Heuschrecken, Mehlwürner und Grillen als gesunde Ernährungsalternative.

(13.06.2014)

Insekten sind reich an Nährstoffen und schonen die Umwelt. In Thailand können inzwischen viele Bauern davon leben, die kleinen Krabbler in Lebensmittelqualität zu verkaufen. 

Die Bauern im Nordosten von Thailand führen ein hartes Leben: Sie bestellen ihre Reisfelder und wissen dennoch nie genau, ob sie ihre Familien ernähren können. Wenn der Regen ausbleibt, stehen sie vor dem Nichts. Einige Dörfer dieser ärmsten Region des Landes setzen nun auf Insekten - und sind damit erfolgreich.

Frittierte Grashüpfer oder Omelett mit Ameiseneiern

"Wir sind nicht reich geworden, aber wir haben nun genug, um unsere Familien besser zu versorgen", sagt Boontham Puthachat. In sechs Gehegen hält er Grillen, füttert sie mit Gemüse und verkauft sie dann an hungrige Genießer. Insgesamt 30 Familien in Thanon Nang Klarn ziehen inzwischen in ihren Gärten Insekten heran. Sie befriedigen eine stetige Nachfrage im Inland und einen langsam wachsenden internationalen Appetit auf frittierte Grashüpfer oder Omelett mit Ameiseneiern.

In Thailand werden mit den essbaren Insekten bereits mehrere Millionen Dollar umgesetzt, verteilt auf mehr als 20.000 registrierte Farmen, wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erklärte. Das Land ist damit Weltmarktführer in der Produktion von Krabbeltieren für den Esstisch. Größere Mengen werden aus Kambodscha, China, Laos und Myanmar importiert und erzielen dann oft höhere Preise als Huhn oder Rindfleisch.

Kleine Insektenkunde

Insekten sind essbar

Insekten

Weltweit gibt es rund 1.400 essbare Insektenarten. Am häufigsten werden Heuschrecken, Termiten-Eier, Käfer- und Bienenlarven, sowie Seidenwürmer und Raupen verzehrt. In fast 90 Ländern der Erde - mit rund 80% der Weltbevölkerung - gehören Insekten mehr oder weniger regelmäßig zum Speiseplan.

Insekten sind „wertvoll“

Insekten

Für Insekten als Nahrungsmittel spricht ihr hoher Proteingehalt. Heuschrecken etwa bestehen aus bis zu 75 Prozent Eiweiß; Hühner dagegen nur aus rund 24 Prozent. Aber auch Vitamine, Fette und Spurenelemente wie Eisen und Zink machen Insekten ernährungsphysiologisch wertvoll. Deshalb decken schon rund 100 Gramm Raupen den Tagesbedarf an Eiweiß, Eisen und Vitamin B.

Insekten sind effizient

Heuschrecke

Die köstlichen Krabbler sind als wechselwarme Tiere exzellente Futterverwerter. Während ein Rind bis zu 8 Kilo Futter braucht, um 1 Kilo Körpergewicht zu bilden - ein Schwein 4 Kilo und ein Huhn über 2 Kilo - reichen beispielsweise einer Heuschrecke schon 1,7 Kilo Futter, um ein Kilo Körpergewicht zu bilden. Darüber hinaus sind 80 Prozent einer Heuschrecke essbar. Aber nur 70 Prozent eines Schweins und sogar nur knapp die Hälfte des Rinds.

Insekten sind effektiv

Seidenraupen

Die größte Gruppe im Tierreich erreicht auch besonders hohe Reproduktionsraten. Seidenraupen können in 35 Tagen bis zu zehntausend Nachkommen produzieren, ein Stubenfliegenpärchen sogar gut 100 Billionen innerhalb eines halben Jahres. Deren Eiweißmenge beläuft sich dabei auf rund 300 Tonnen.

Insekten sind umweltverträglich

Insektenzucht in Laos

Dunkel, eng, warm und feucht. Normalerweise sind das Bedingungen herkömmlicher, intensiver Nutztierzucht. Viele Insekten lieben genau diese Bedingungen. Aber auch sonst ist die Zucht essbarer Insekten sehr anders als die von Rindern, Schweinen oder Geflügel. Zum Beispiel produzieren Mehlwürmer deutlich weniger Ausscheidungen, verschmutzen sehr viel weniger Wasser, brauchen, um ein Kilogramm Eiweiß produzieren zu können, bis zu achtmal weniger Landfläche und erzeugen dabei bis zu zehnmal weniger Kohlendioxid.

Kakerlaken in Kosmetik

Auch wenn viele in der westlichen Welt das Essen von Insekten noch als exotisch oder auch als widerlich empfinden mögen, so stehen die Tiere doch in fast 100 Ländern schon seit langem auf dem Speiseplan, wie die FAO weiter erklärte. Das gilt besonders in Asien, Afrika und Lateinamerika. Insgesamt werden mehr als 1.600 Arten von Menschen gegessen. Die Insekten scheinen zu schmecken. So wird der Geschmack von Grillen als kross und nussig beschrieben, wie eine Mischung aus Shrimps und Mandeln. Frittierte Bambusbohrer ähneln ungesalzenen Kartoffelchips und der Sagowurm soll leicht speckig schmecken.

In China reicht der Einsatz von Insekten als Nahrungsmittel und für die Medizin mehr als 5.000 Jahre zurück. In jüngster Zeit boomt dort besonders die Zucht von Schaben, die in der Kosmetik oder der traditionellen Medizin verwendet werden.

Insekten gegen Mangelernährung

"Als ich in Amerika aufwuchs, rümpften die meisten Menschen noch die Nasen über Sushi. Heute ist es schick", erklärt Patrick Durst von der FAO, der an einer Studie zur kommerziellen Insektenzucht in Thailand mitarbeitete. "Die Essgewohnheiten der Menschen ändern sich, also wer weiß?" Ein berühmter Koch könne helfen, die Rezepte populär zu machen. Dann müsse nur noch ein Prominenter, "wie Tom Hanks" zugreifen. "Und dann sagen die Leute, wenn es für ihn gut genug ist, ist es für mich gut genug."

Durst will noch nicht glauben, dass die Insekten in Teilen der Welt den Hunger beenden können, aber er sieht sie durchaus als wichtigen Teil der Nahrungsmittelindustrie. In Laos und Ghana sollen Modellprojekte zeigen, ob die Insekten dabei helfen können, die Mangelernährung einzudämmen.

Interview mit der FAO

FAO-Programm "Essbare Insekten"

Purushottam  Mudbhary

Warum hat die FAO in Laos ein Programm für "Essbare Insekten"?

"Im Wesentlichen gibt es zwei Gründe, weshalb die FAO in Laos ein Programm für "Essbare Insekten" leitet. Zunächst sind Insekten ein traditioneller Teil laotischer Ernährung; sie sind nährstoffreich, ernährungsphysiologisch sinnvoll. Unser Programm verfolgt aber auch das Ziel, diese alte laotische Praxis wieder zu beleben und zu fördern. Denn das Land ist seit einiger Zeit sehr stark einem westlichen Einfluss bei der Ernährung ausgesetzt, wodurch traditionelle Ernährungsweisen vernachlässigt wurden."

Purushottam Mudbhary, Repräsentant der FAO in Laos

Züchtung

Purushottam  Mudbhary

Wieso unterstützt die FAO bei diesem Programm die Züchtung von Insekten?
"Wir fördern das Züchten von Insekten, weil 85% der Laoten mehr Insekten essen würden, wenn es mehr Angebot gäbe. Wilde Insekten sind nicht immer verfügbar. Für eine marktwirtschaftliche Nutzung braucht man aber stete Verfügbarkeit. Außerdem sind hygienische Aspekte durch Züchtung eher sicher zu stellen. Und schließlich ist Insektenzucht die wirtschaftlichste Art, viele Insekten zur Verfügung zu haben, trotzdem man füttern muss."

Purushottam Mudbhary, Repräsentant der FAO in Laos

Globale Bedeutung

FAO in Laos

Welche globale Bedeutung hat das FAO-Programm "Essbare Insekten"?

"Essbare Insekten gehören zum menschlichen Speiseplan. Weltweit werden in fast 100 Ländern verschiedene Insekten gegessen. Insekten können sehr gut zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen, besonders auch für indigene Völker oder Einwohner abgelegener Regionen, die keinen direkten Zugang zu regelmäßiger Lebensmittelversorgung haben, oder diese sich schlicht nicht leisten kann. Essbare Insekten können deren Bedarf an Nährstoffen gut decken.
Essbare Insekten werden nicht alle Nahrungsprobleme lösen. Aber sie können dazu beitragen, diesen Problemen beizukommen."

Purushottam Mudbhary, Repräsentant der FAO in Laos

Delikatesse mit guter Ökobilanz

Die FAO verweist in einem Bericht von 2013 auf die vielen Vorteile der Insekten: Sie bringen nicht nur ein dringend benötigtes Einkommen, sie sind auch nahrhaft und ihre Haltung ist äußerst umweltfreundlich. Um ein Pfund Rindfleisch zu erzeugen, werden 11.000 Liter Wasser und 25 Pfund Futter benötigt. Ein Pfund Grillen bekommt man dagegen schon mit knapp vier Litern Wasser und zwei Pfund Futter. "Ein paar Insekten zu essen ist so, als würde man ein Multivitamin einnehmen", sagt Durst.

170 Gramm Grillen enthielten zum Beispiel 60 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren und doppelt so viel Vitamin B-12 wie die gleiche Menge Rinderhackfleisch. Die Bauern müssten keine Antibiotika einsetzen und fütterten die Insekten auch nicht mit toten Tieren.

Sicheres Einkommen für Bauern

Der Markt für die sechsbeinigen Delikatessen wächst. Gute Nachrichten für Bauern wie Boontham, der vor vier Jahren ins Geschäft einstieg. Die Investitionen waren ebenso niedrig wie die laufenden Kosten und viel körperliche Arbeit fällt auch nicht an. Der 47-Jährige kommt derzeit auf einen Gewinn von umgerechnet rund 2.300 Euro pro Jahr. Kein schlechter Verdienst in einem Land, in dem das jährliche Durchschnittseinkommen etwa 1.700 Euro beträgt.

"In der Vergangenheit waren die Menschen vom Reisanbau abhängig", sagt Boontham. "Aber wir können nur einmal im Jahr ernten, während man Grillen alle zwei Monate ernten kann." Und ohne Bewässerungssystem bedeute eine trockenes Jahr schnell eine Katastrophe. "Grillen sind weniger risikoreich."

27.08.2014, Quelle: von Denis D. Gray, ap
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