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Luftangriffe im Norden Rakete und Bomben auf Kliniken in Syrien

VideoSyrien: Angriffe auf Krankenhäuser
Ein zerstörtes Krankenhaus nach den Luftangriffen im Norden Syriens.

Im Norden des Landes sind bei Luftangriffen auf zwei Krankenhäuser mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Eine der Kliniken wurde von "Ärzte ohne Grenzen" unterstützt.

(15.02.2016)

VideoSyrien: Feuerpause weiter ungewiss
Panzer

Trotz der Einigung auf eine Feuerpause in Syrien scheint ein Ende der Kämpfe weiterhin ungewiss. Im Norden Syriens beschießt die türkische Armee kurdische Stellungen. Es gibt mehrere Tote.

(14.02.2016)

VideoMünchen: Bilanz eher negativ
Mathis Feldhoff zur Bilanz der Münchener Sicherheitskonferenz.

Es herrscht Skepsis darüber, dass Russland die Luftangriffe auf moderate Rebellen einstellen wird. Die Bilanz bei der Münchener Sicherheitskonferenz sei negativ, so Mathis Feldhoff.

(14.02.2016)

VideoSpannungen zwischen Russland und Westen
Der russische Ministerpräsident Medwedew auf der 52. Sicherheitskonferenz in München.

In München hat Russlands Ministerpräsident Medwedew von einem verdorbenen Verhältnis zwischen Russland und dem Westen gesprochen. US-Außenminister Kerry kritisierte russische Bombardements in Syrien.

(13.02.2016)

Bei Luftangriffen auf zwei Kliniken in Nordsyrien sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen berichtet, eine von ihr unterstützte Klinik sei zerstört worden. Zudem soll in der Stadt Asas ein Kinderkrankenhaus von einer Rakete getroffen worden sein. 

Das Krankenhaus in der Stadt Maarat al-Numan, das von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstützt wird, wurde zweimal binnen weniger Minuten bombardiert und zerstört, teilte die Hilfsorganisation mit - sie vermisst mindestens acht Mitarbeiter. Der Organisation zufolge starben bei dem Angriff mindestens sieben Menschen, darunter fünf Patienten. Die Syrische Beobachtungsstelle berichtete, russische Flugzeuge hätten das Krankenhaus in der Provinz Idlib ins Visier genommen und angegriffen.

Ärzte ohne Grenzen: "Gezielter Angriff"

Merkel für Flugverbotszone in Syrien

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Schutz von Flüchtlingen in Syrien eine Zone gefordert, in der keine Luftangriffe mehr geflogen werden dürfen. "In der jetzigen Situation wäre es hilfreich, wenn es dort ein Gebiet gäbe, auf das keine der Kriegsparteien Angriffe fliegt - also eine Art Flugverbotszone", sagte Merkel der "Stuttgarter Zeitung". "Wenn es gelänge, zwischen der Anti-Assad-Koalition und den Assad-Unterstützern eine solche Vereinbarung zu treffen, wäre das hilfreich."

Mit IS-Terroristen seien aber keine Verhandlungen möglich. Bisher hatte die Bundesregierung von der Türkei geforderte Schutzzonen für Flüchtlinge in Syrien abgelehnt. (Quelle: reuters)

MSF-Syrien-Chef Massimiliano Rebaudengo verurteilte die Attacke als "gezielten Angriff" auf eine medizinische Einrichtung. Durch die Zerstörung des Krankenhauses seien etwa 40.000 Bewohner der Region von medizinischer Versorgung abgeschnitten. Das  Krankenhaus vefügte über 30 Betten, zwei Operationssäle und eine Notaufnahme. Insgesamt unterstützt MSF in Syrien mehr als 150 Krankenhäuser. Seit Jahresbeginn wurden fünf davon bei Angriffen beschädigt.

Auch in der syrischen Stadt Asas an der Grenze zur Türkei schlugen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle mehrere Raketen ein. Sanitäter und Einwohner berichteten, dass dabei ein Kinderkrankenhaus und eine Schule, die als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, getroffen wurden. Mindestens zehn Menschen sollen ums Leben gekommen sein, darunter drei Kinder.

Kampf um syrische Stadt Asas

Zehntausende Menschen, die vor den Kämpfen zwischen der syrischen Armee und den Rebellen geflohen sind, halten sich in der nordsyrischen Stadt Asas auf. Sowohl regierungsfeindliche Kurdenmilizen als auch die syrischen Truppen versuchen, die Stadt von Rebellen zu erobern. Asas ist die letzte Stadt vor der türkischen Grenze, die noch von Rebellen kontrolliert wird. 

Weitere Links zum Thema
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu warnte, die Türkei werde nicht zulassen, dass die kurdischen Milizen die Stadt erobern. "Wir werden Asas nicht fallen lassen", sagte Davutoglu laut dem Sender NTV. Die türkische Armee hatte in den vergangenen Tagen Stellungen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der syrischen Truppen jenseits der Grenze beschossen. Nach eigenen Angaben reagierte sie damit auf Beschuss ihres eigenen Gebiets.

Russland fliegt seit Ende September zur Unterstützung der syrischen Armee Luftangriffe auf Dschihadisten und andere Rebellen in Syrien. Davutoglu warf Russland vor, die kurdischen Milizen für seine eigenen Interessen zu benutzen.

15.02.2016, Quelle: dpa, ap, afp
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