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TV-Debatte Vor "Super Tuesday": Breitseiten gegen Donald Trump

BildRubio, Trump und Cruz bei TV-Debatte
Marco Rubio, Donald Trump und Ted Cruz bei TV-Debatte der Republikaner.

(Quelle: reuters)

VideoTrump und Sanders vorn
Der demokratische Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur Bernie Sanders bei einer Wahrkampfveranstaltung.

Die zweite Runde im Rennen um die US- Präsidentschaftskandidatur haben Donald Trump bei den Republikanern und Bernie Sanders bei den Demokraten gewonnen.

(10.02.2016)

VideoUS-Wahlkampf der Populisten
Ein Jahr vor den US-Wahlen beherrschen unkonventionelle Bewerber die Umfragen: Einmal Donald Trump, Selfmade-Milliardär und Politrüpel, zum anderen Bernie Sanders, Sozialist und politisches Urgestein.

Ein Jahr vor den US-Wahlen beherrschen die unkonventionellen Bewerber die Umfragen: Zum einen Donald Trump, Selfmade-Milliardär und Polit-Rüpel, zum anderen Bernie Sanders, Sozialist und politisches Urgestein.

(14.10.2015)

VideoTrump Präsident: Was wäre wenn?
Donald Trump

Er poltert oft laut, ist schrill und mit seinem Programm für viele das Horror-Szenario für die Nachfolge im Oval Office. Wir zeigen die Welt nach der US-Präsidenten-Wahl - mit dem Sieger Donald Trump.

(18.01.2016)

Der "Super Tuesday" naht, der Ton wird schärfer: Nach drei von vier gewonnenen Vorwahlen ist der US-Republikaner Donald Trump von seinen Rivalen Marco Rubio und Ted Cruz attackiert worden. Rubio warf dem Immobilientycoon vor, in den 80er Jahren illegale Einwanderer beschäftigt zu haben. 

"Polnische Arbeiter. Eine Strafe von einer Million Dollar, weil er polnische Arbeiter bei einem seiner Projekte beschäftigt hat", sagte Rubio am Donnerstagabend bei der Debatte im texanischen Houston. Mit Blick auf Trumps Plan einer Mauer an der Grenze zu Mexiko fügte er später hinzu: "Wenn er die Mauer auf die Weise baut, wie er die Trump Tower gebaut hat, dann wird er dabei illegale Einwanderer einsetzen."

Ohne Erbe "Uhrenverkäufer in Manhattan"

Live beim "Super Tuesday"

Das ZDF berichtet die ganze Nacht über auf www.heute.de über den "SuperTuesday". Seien Sie immer auf dem neuesten Stand unter anderem mit unserem Liveblog.

Trump entgegnete scharf auf Rubios Breitseite: "Ich bin der einzige auf dieser Bühne, der Leute eingestellt hat. Du hast niemanden eingestellt." Doch der Senator schoss zurück und sprach die Herkunft des Milliardärs aus reichen Verhältnissen an: "Wenn er nicht 200 Millionen geerbt hätte, wisst ihr, wo Donald Trump jetzt wäre? Uhren verkaufen in Manhattan."

Cruz ging Trump bei der vom Nachrichtensender CNN übertragenen Debatte ebenfalls hart an und warf dem Geschäftsmann Opportunismus bei dessen populistischen Äußerungen in der Einwanderungspolitik vor. Der erzkonservative Senator sagte, als er selbst im Jahr 2013 im Kongress gegen ein Einwanderungsgesetz gekämpft habe, habe Trump die Reality-TV-Show "Celebrity Apprentice" moderiert und dort gerade den früheren Basketball-Profi Dennis Rodman gefeuert.

Fragen wegen fehlender Steuererklärung

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Auch bei der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama geriet Trump unter Druck. Rubio warf ihm vor, einige Elemente von Obamacare wie die Versicherungspflicht aller Bürger zu unterstützen und keinen Plan für einen Ersatz zu haben. Cruz legte derweil nahe, dass Trump finanzielle Unregelmäßigkeiten verbergen könnte, weil er bislang keine Steuererklärung veröffentlicht habe.

In der Außenpolitik kritisierte Cruz den Geschäftsmann dafür, nicht an der Seite von Israel zu stehen und eine neutrale Haltung bei Verhandlungen über ein Friedensabkommen mit den Palästinensern einnehmen zu wollen. Dies sei ein weiterer Bereich, bei dem Trump mit der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton übereinstimme. Rubio ergänzte: Die Lösung des Nahostkonfliktes sei "kein Immobiliendeal".

Trump auf der Siegerstraße

Cruz hatte Anfang Februar die erste Vorwahl der Republikaner in Iowa gewonnen. Die nächsten drei Abstimmungen in New Hampshire, South Carolina und Nevada gingen klar an Trump, der auch in landesweiten Umfragen in Führung liegt. Rubio, hinter dem sich gemäßigte Konservative und das republikanische Establishment versammelt haben, wartet noch auf einen Vorwahl-Sieg. Im Rennen sind weiterhin Ohios Gouverneur John Kasich und der frühere Neurochirurg Ben Carson, die ebenfalls an der Fernsehdebatte teilnahmen.

Bei den Demokraten gilt Clinton als Favoritin, ihr Rivale Bernie Sanders setzt die frühere Außenministerin und ehemalige First Lady aber von links unter Druck. Die nächste Demokraten-Vorwahl findet am Samstag in South Carolina statt. Anschließend ringen die Präsidentschaftsbewerber beider Parteien am Dienstag beim "Super Tuesday" in je elf Staaten um Delegiertenstimmen.

Die Abstimmungen beider Parteien in den 50 US-Staaten ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ihre Kandidaten küren die Delegierten von Republikanern und Demokraten offiziell bei den Nominierungsparteitagen im Juli. Die USA wählen dann am 8. November ein neues Staatsoberhaupt. Der Demokrat Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

US-Wahl 2016: Kandidaten

Hillary Clinton (Demokraten)

Hillary Clinton

2008 unterlag sie Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der machte sie später zur Außenministerin. Diesmal gilt die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton als große Favoritin bei den Demokraten - auch wenn ihr Kontrahent Bernie Sanders ihr mehr zu schaffen macht, als ihr lieb sein kann. Clinton hat als einzige Bewerberin überhaupt ein politisches Profil im Ausland. Sie steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

Bernie Sanders (Demokraten)

Bernie Sanders

Der 74-Jährige ist der erfahrenste Parlamentarier im Rennen um das Präsidentenamt, 1990 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2006 ist er Senator für den Staat Vermont. Sanders bezeichnet sich selbst als "demokratischer Sozialist" und wurde lange als krasser Außenseiter erachtet. Doch wenn er vor Tausenden Studenten spricht, bebt die Arena, Sanders verbreitet ungewöhnlich viel Energie. Er steht für eine liberalere Drogenpolitik, vor allem eine deutlich striktere Regulierung von Banken und Finanzmärkten.

Donald Trump (Republikaner)

Donald Trump

Er wirft mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, ist aber als Parteispender in Erscheinung getreten. Er unterstützte sowohl Republikaner als auch Demokraten. Im Jahr 2000 hatte er sich für die inzwischen unbedeutende Reform-Party schon einmal zur Wahl gestellt. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen. Er holzt vor allem gegen Migranten aus Mexiko und will eine Mauer zwischen beiden Ländern bauen.

26.02.2016, Quelle: von Gregor Waschinski, afp
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