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Sexuelle Übergriffe in Köln Merkel verlangt "harte Antwort des Rechtsstaates"

BildAngela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - Aufnahme vom 15.12.2015

(Quelle: dpa)

VideoKöln: Anzeigen nach Übergriffen
Nach dem vielfachen Missbrauch von Frauen in der Silvesternacht liegen der Polizei mittlerweile 90 Anzeigen von Opfern vor. Etwa 10 Täter seien festgenommen worden.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen und Diebstählen in der Silvesternacht liegen der Kölner Polizei zahlreiche Anzeigen von Opfern vor. Mehrere Verdächtige wurden bereits festgenommen.

(05.01.2016)

VideoZDFspezial: Gewalt gegen Frauen
ZDF spezial Logo

Was geschah in der Silvesternacht? Dutzende Frauen wurden in Köln eingekesselt, bestohlen, sexuell belästigt. Wer sind die Täter? Was sind die Reaktionen auf die Übergriffe?

(05.01.2016)

VideoPfeiffer:"Männliche Dominanz"
Christian Pfeiffer

Nach Übergriffen auf Frauen an Silvester rund um den Kölner Hauptbahnhof kritisiert der Kriminologe Christian Pfeiffer, dass die Polizei von vornherein ausgeschlossen habe, dass es sich bei den Tätern um Flüchtlinge handele. Die jungen Männer seien die besondere Gruppe, um die sich in Deutschland zu wenig gekümmert werde.

(05.01.2016)

Kanzlerin Merkel hat sich in die Debatte über die Vorfälle in Köln eingeschaltet. Sie nennt die Angriffe in der Silvesternacht widerwärtig und verlangt eine harte Antwort des Rechtsstaats. Die Polizei teilt mit, sie habt keine Erkenntnisse über die Täter. 

Es müsse alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell und so vollständig wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen, erklärte Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert.

Merkel sprach mit Reker 

Nach seinen Angaben sprach Merkel mit der Kölner Oberbürgermeisterin Reker über die Vorgänge. "Die Bundeskanzlerin drückte ihre Empörung über diese widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken aus, die nach einer harten Antwort des Rechtsstaats verlangen." Merkel ließ sich den Angaben zufolge von der Oberbürgermeisterin über die Ergebnisse des Krisentreffens von Polizei und städtischen Behörden berichten.

"Wir haben heute Morgen gemeinsam Maßnahmen entwickelt, die dazu führen sollen, dass es solche Vorfälle hier nie wieder gibt", sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). "Ebenso wichtig ist aber auch, dass wir uns das Karnevalfeiern nicht nehmen lassen durch solche Vorfälle." Auch sollen mobile Videoanlagen eingesetzt werden. Zudem wird derzeit laut dem Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers geprüft, ob bekannte Straftäter wie Taschendiebe bestimmte Bereiche nicht mehr betreten dürften.

Wenig über Täter bekannt

Zu den Tätern ist nach den Übergriffen auf Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht weiterhin wenig bekannt. Reker sagte, die Behörden hätten keinerlei Hinweise, dass es sich um Flüchtlinge handele. Entsprechende Vermutungen halte sie für "absolut unzulässig". "Wir haben derzeit keine Erkenntnisse über Täter", sagte Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers.
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Dutzende Frauen waren in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz aus einer Gruppe von etwa 1.000 Männern aus dem "arabischen oder nordafrikanischen Raum" heraus angegriffen worden. Es gab Sexualdelikte in massiver Form und eine Vergewaltigung.

De Maiziere: Übergriffe "erschreckend"

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) bezeichnete die Übergriffe als  "erschreckend"; sie seien nicht zu tolerieren. Dass eine so große Zahl von Menschen, "offensichtlich mit Migrationshintergrund, diese Übergriffe verübt haben sollen, stellt eine neue Dimension dar". Der Minister warnte zugleich vor einem Generalverdacht gegenüber Flüchtlingen.

05.01.2016, Quelle: dpa, epd, kna
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