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Humanitäre Versorung UN fehlen Milliarden für Syrien-Hilfe

BildHunger in Syrien
Archiv: Syrer durchsuchen den Müll eines zerbombten Gebäudes am Stadtrand von Damaskus am 30.12.2015

(Quelle: picture alliance / dpa)

VideoHilfe erreicht Madaja
LKW mit Nahrungsmitteln und Hilfsgütern

(11.01.2016)

VideoSyrien: Hunger als Waffe
Kinder im syrischen Ort Madaja drohen zu verhungern.

Die Situation für die Menschen in Syrien wird immer dramatischer. Seit Monaten schließen Syriens Regime und Verbündete den Ort Madaja ein, tausenden Menschen droht der Hungertod.

(07.01.2016)

VideoHungersnot in belagerter Stadt
Tausende vom Hungertod bedrohte Menschen im belagerten syrischen Madaja müssen weiter auf Hilfe warten. Aus logistischen Gründen könnten die Lieferungen erst in Kürze beginnen, so das Rote Kreuz.

In der belagerten syrischen Stadt Madaja sollen rund 1000 Menschen vom Hungertod bedroht sein. Nun hat die syrische Regierung die dringend benötigten Hilfslieferungen der Vereinten Nationen genehmigt.

(10.01.2016)

Mehr als 22 Millionen Menschen sind vom Syrienkonflikt betroffen. Viele von ihnen sind vor Krieg und Gewalt geflohen oder hungern. 7,7 Milliarden Dollar werden laut UNO für die humanitäre Versorgung gebraucht. Im vergangenen Jahr kam nur der Hälfte der Summe zusammen. 

Im sechsten Jahr des blutigen Bürgerkriegs müssten unter anderm geschätzt 4,7 Millionen Flüchtlinge sowie 13,5 Millionen Vertriebene und Betroffene innerhalb Syriens versorgt werden, teilten die UN in New York mit. Dafür würden 7,7 Milliarden Dollar (7,1 Mrd Euro) benötigt.

Internationale Geberkonferenz - eine Chance

 UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien hatte diese Summe bereits im November genannt. Die in gut drei Wochen in London geplante internationale Geberkonferenz sei eine Chance, die Auswirkungen des Kriegs besonders auf Frauen, Mädchen und junge Menschen zu beleuchten, sagte O'Brien. Neben Nahrung und Medikamenten sieht der UN-Plan auch Ausgaben für Sanitäranlagen und Bildung vor. 2015 war der Finanzbedarf auf knapp 7,5 Milliarden Dollar (etwa sieben Mrd Euro) beziffert worden - nur die Hälfte dieser Summe kam zusammen.

Im seit 2010 wütenden Bürgerkrieg wurden bislang etwa 250.000 Menschen getötet und weitere 1,2 Millionen verletzt. Die Bitte nach Syrien-Hilfen sind Teil eines größeren Appells für humanitäre Hilfen in Höhe von 20,1 Milliarden Dollar (18,6 Mrd Euro), um weltweit 87 Millionen Menschen in Not zu unterstützen.

UN: 500 Millionen Dollar für Bildung

Weitere Links zum Thema
Die Schulbildung von Flüchtlingskindern aus Syrien in den Nachbarstaaten muss nach Einschätzung der Vereinten Nationen mit weiteren 500 Millionen Dollar (461 Mio Euro) finanziert werden. Neben den bereits gesammelten 250 Millionen Dollar (221 Mio Euro) sei diese Summe nötig, um das Programm in der Türkei, in Jordanien und im Libanon zu stemmen, so Gordon Brown, UN-Sonderbotschafter für Bildung. Er rief die Weltgemeinschaft zu weiteren Finanzhilfen auf.

"Die Todesreisen nach Europa werden 2016 nicht abnehmen, sondern hochschnellen, solange die sechs Millionen Vertriebenen und zwei Millionen Flüchtlingskinder ausgebeutet und ihnen in der Region jede Chance verweigert wird", sagte Brown.

Die Kinderehen unter syrischen Flüchtlingskindern hätten sich mehr als verdoppelt. Eines aus drei Kindern arbeite einer aktuellen Umfrage zufolge auf dem Schwarzmarkt. Es reiche nicht, den Kindern Nahrung und Unterkunft zu bieten. Mit der Gesamtsumme von 750 Millionen Dollar (691 Mio Euro) könnten Brown zufolge dieses Jahr mehr als eine Million Kinder zur Schule gehen. 2017 soll diese Zahl noch steigen. Das Geld kommt derzeit aus der EU sowie aus den Golfstaaten.

Syrien

Madaja

Karte von Syrien mit der Stadt Madaja

13.01.2016, Quelle: dpa
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