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Vor Sitzung des Sicherheitsrats Nordkorea: Ringen um Sanktionen

Video"Sanktionen nie Selbstzweck"
Wolfgang Ischinger

Es wäre Illusion zu glauben, dass Sanktionen die nordkoreanische Führung von ihren nuklearen Errungenschaften abhielten. Die Sanktionen müssten eher ein Anreiz für ein Gesprächsangebot sein, so Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz.

(11.09.2017)

Video"Sanktionen umgangen"
Archiv: Grenzkontrolle zwischen Nordkorea und Südkorea, aufgenommen am 09.06.2009

"Es gibt ein Interesse daran Nordkorea zur Räson zu bringen, auch bei China und Russland. Gleichzeitig herrscht die große Sorge, dass die Resolution nach hinten losgeht", so ZDF-Korrespondent Johannes Hano in New York zu der heutigen Abstimmung des UN-Sicherheitsrates über weitere Nordkorea-Resolutionen.

(11.09.2017)

VideoHat China noch Einfluss?
Eine am 03.09.2017 verbreteite Aufnahme, die Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un mit einem angeblichen Wasserstoffbomben-Sprengkopf zeigt.

Nordkorea hat Peking bei früheren Atomtests vorab informiert - diesmal gab es keine Vorwarnung. Auch der politische Einfluss Chinas auf Nordkorea ist abgestürzt, seit Peking wirtschaftlichen Druck auf Pjöngjang ausübt.

(04.09.2017)

VideoNordkoreas Kernwaffenprogramm
Nordkoreas Kernwaffenprogramm

Mit der sechsten Zündung einer Atombombe heizt Nordkorea die gespannte Lage weiter an. Das nordkoreanische Atomprogramm hat eine lange Vorgeschichte. Seit Jahren wird es von der Regierung Nordkoreas energisch vorangetrieben.

(04.09.2017)

Harte Sanktionen sollen die Antwort sein auf Nordkoreas jüngsten Atomtest. Doch bis zuletzt wird gerungen um einen Vorstoß der US-Regierung. Am Montag entscheidet der UN-Sicherheitsrat. Aus Nordkorea kommen im Vorfeld die üblichen Drohungen. 

Bis zum Schluss wird gerungen: Der UN-Sicherheitsrat will am Montagabend über neue Sanktionen gegen Nordkorea abstimmen. Es sei aber noch unklar, ob die Veto-Mächte China und Russland die amerikanische Initiative unterstützen werden, sagten Diplomaten. Vertreter aus den USA und China hätten bis in den späten Sonntagabend (Ortszeit) hinein über Formulierungen in der Resolution verhandelt.

Sanktionen wie nie

Die USA hatten den Entwurf vor einigen Tagen eingereicht. Damit er angenommen wird, müssen mindestens neun der 15 Mitglieder zustimmen. Zudem darf es kein Veto aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China geben. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte jüngst Bedenken geäußert, ob Sanktionen gegen Nordkorea ein effektives Mittel seien, um den Ausbau des Atomprogramms zu stoppen.

Der US-Entwurf sah so harte Sanktionen wie nie vor. Dazu gehört unter anderem ein Exportverbot aller Öl- und Erdgasressourcen nach Nordkorea. Eine Sperre von Textilexporten nach Nordkorea und der Stopp des Ölflusses aus China dürften Pjöngjang vermutlich schwer treffen. Nordkorea bekommt fast alle Öllieferungen aus der Volksrepublik und lediglich einen kleinen Teil aus Russland oder vom offenen Markt.

Bleibt Kims Vermögen verschont?

Ursprünglich vorgesehen war auch, das Vermögen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un im Ausland einzufrieren. Wie aus Diplomatenkreisen berichtet wird, könnte das aber nicht mehr im Entwurf stehen. Manche Sanktionen sollen zudem abgemildert worden sein. Damit gehe Washington auf Russland und China zu, hieß es.

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Grund für die US-Initiative ist der vor gut einer Woche durchgeführte sechste und bisher stärkste Atomtest Nordkoreas. Die Amerikaner wollen deshalb unter anderem ein Ölembargo durchsetzen und die Textilexporte des Landes unterbinden. Außerdem sollen Nordkoreaner nicht mehr im Ausland eingestellt werden dürfen.

"Blutdürstiges Biest"

Vor der Abstimmung im Sicherheitsrat kamen neuerliche Drohungen aus Nordkorea. Die Vereinigten Staaten würden einen hohen Preis zahlen, wenn das von den USA eingebrachte Votum vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Erfolg habe, teilte das Außenministerium in Pjöngjang mit. Es sei "bereit und gewillt" mit eigenen Maßnahmen zu reagieren.

In einer Erklärung hieß es, Pjöngjang beobachte die Schritte der Vereinigten Staaten genau. Diese versuchten, Nordkoreas legitime Maßnahmen zur Selbstverteidigung "zu strangulieren und komplett zu ersticken". Die USA legten ihre Natur als "blutdürstiges Biest" offen.

Trumps Optionen im Nordkorea-Konflikt

Die militärische Option

US-Soldaten und südkoreanische Soldaten bei einer Übung in Südkorea (Archivbild vom 02.11.2016)

Die Möglichkeiten, die US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit Nordkorea hat, sind begrenzt - vor allem weil die UN-Vetomächte China und Russland einen noch härteren Kurs gegen Machthaber Kim Jong Un ablehnen. Was Trump bleibt, ist die Wahl zwischen schlechten und ganz schlechten Mitteln.

Da wäre zunächst die militärische Option. US-Strategen brüten seit Jahren über ein ganzes Arsenal von Plänen, wie das nordkoreanische Atomprogramm durch mögliche Militärangriffe zerstört oder zumindest gestoppt werden könnte. Im aktuellen Konflikt warnte Verteidigungsminister James Mattis vor einer massiven militärischen Antwort, sollte Kim den USA weiter drohen. Trump deutete gegenüber Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe einmal an, die USA könnten ihr eigenes Atomwaffenpotenzial einsetzen.

Allerdings galten die militärischen Möglichkeiten der USA gegen Nordkorea bislang als letztlich undurchführbar, weil die Führung in Pjöngjang bei einer Attacke sein gewaltiges Waffenarsenal nutzen dürfte, um Südkorea anzugreifen. Wenn es in Korea zum Krieg komme, würden die USA Tage brauchen, um die Möglichkeiten Nordkoreas zu Angriffen auf den Süden zu schwächen, schätzt US-Generalstabschef Joseph Dunford. In der Zwischenzeit werde es dort unter der Zivilbevölkerung entsetzliche Verluste geben. Das träfe auch die USA selbst. Sie haben nicht nur 28.000 Soldaten in Südkorea stationiert - allein in der Metropolregion Seoul mit ihren 25 Millionen Einwohnern leben mehrere Hunderttausend US-Bürger.

Handelsblockade

Chinesisches Containerschiff vor New York und New Jersey

Eine weitere - bereits von Trump erwogene - Option ist, den Handel mit allen Ländern abzubrechen, die Geschäfte mit Nordkorea tätigen. Das wäre eine dramatische Verschärfung der bisherigen US-Strategie. Die USA versuchen seit Jahren, der Kim-Regierung durch wirtschaftlichen Druck den Zugang zu Geldern zu versperren, die diese braucht, um ihre Waffenprogramme zu entwickeln.

Nordkorea unterhält allerdings Wirtschaftsbeziehungen zu vielen Ländern, allen voran zum Wirtschaftskoloss China, der wiederum einer der wichtigsten US-Handelspartner ist. Den Handel mit China zu stoppen - von weiteren Staaten ganz zu schweigen - hätte verheerende Folgen für die US-Wirtschaft. Eine unabsehbare Zahl von US-Unternehmen würde hart getroffen oder müsste dicht machen, ungezählte Arbeitsplätze in den USA gingen verloren.

Sanktionen und Isolation

Sanktionen gegen Nordkorea

Natürlich ist eine Handelsblockade nicht die einzige Möglichkeit, Nordkorea wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Die USA setzen Nordkorea seit Jahren finanziell unter Druck und fordern andere Staaten auf, das Gleiche zu tun - insbesondere China. Im August 2017 beschloss der UN-Sicherheitsrat neue, weitreichende Sanktionen, die etwa ein Drittel der Wirtschaft Nordkoreas treffen. Auch China unterstützte den Beschluss, was als diplomatischer Erfolg der Trump-Regierung gilt.

Allerdings legen die jüngsten nordkoreanischen Atom- und Raketentests nahe, dass sich Kim davon nicht abschrecken lässt und gegen weitergehende Sanktionen sträuben sich unter anderem die UN-Vetomächte China und Russland.

Befürworter zusätzlicher Sanktionen sehen noch Spielraum für mehr wirtschaftlichen Druck. Die USA sollten gegen Banken und Unternehmen in China vorgehen, die Geschäfte mit Nordkorea machen, fordert Anthony Ruggiero von der Stiftung zur Verteidigung von Demokratien. Diese Taktik habe sich schon bewährt, als es darum ging, den Iran zu Zugeständnissen bei seinem Atomprogramm zu nötigen.

Verhandlungen

China drängt auf die sofortige Rückkehr zu Verhandlungen und wird dabei von Russland unterstützt. Die USA sollten ihre gemeinsamen Manöver mit Südkorea stoppen, während Nordkorea die Entwicklung weiterer Waffen aussetze, schlug Peking vor. Frühere Gespräche haben Nordkorea auf Dauer allerdings nicht davon abgehalten, sein Waffenprogramm voranzutreiben. Washington wirft dem Land zudem vor, frühere Vereinbarungen zu hintergehen.

In der US-Regierung sind nur wenige für direkte Verhandlungen mit Nordkorea, bevor die Regierung in Pjöngjang ihr Verhalten nicht entscheidend ändert. Ausgeschlossen sind Gespräche aber nicht. Eine Voraussetzung wäre ein längerer Verzicht Kims auf Provokationen wie Atom- und Raketentests. Das ist bislang aber nicht passiert. Immer mehr Experten für Sicherheitspolitik vertreten mittlerweile die Ansicht, dass es an der Zeit sein könnte, das Ziel einer "Denuklearisierung" Nordkoreas aufzugeben und das Land als Mitglied im Club der Atommächte zu akzeptieren.

Quelle: AP

Chronologie: Nordkorea und Atomwaffen

Konfrontation mit US-Präsident Trump 2017

Eine Frau geht am 29.08.2017 in Tokio an einem Bildschirm vorbei, auf dem Berichte über den Start einer nordkoreanischen Rakete ausgestrahlt werden

Am 6. März 2017 feuert Nordkorea bei einer Militärübung für Angriffe auf US-Stützpunkte in Japan Raketen ab, die im Meer landen. Einen Tag später beginnen die USA mit dem Aufbau des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea, der inzwischen von Seoul gestoppt wurde. Im April und Mai folgen weitere nordkoreanische Raketentests.

Am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, testet Nordkorea eine weitere Rakete. Pjöngjang spricht vom ersten erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14. Experten gehen davon aus, dass sie eine potenzielle Reichweite von 6700 Kilometern hat und damit theoretisch US-Gebiet erreichen könnte.

Am 28. Juli feuert Nordkorea nach einem US-Sanktionsbeschluss zum zweiten Mal eine Interkontinentalrakete ab. Kim Jong Un brüstet sich, diese könne das "gesamte US-Festland" erreichen.

Am 2. August feuern die USA ihrerseits eine Interkontinentalrakete des Typs Minuteman III ab, die nach rund 6700 Kilometern in den Südpazifik stürzt.

Am 8. August droht Trump Pjöngjang mit "Feuer und Wut" und damit mit einem Militäreinsatz. Nordkorea droht daraufhin mit einem Raketenangriff nahe der US-Pazifikinsel Guam. Dort sind auf mehreren Militärstützpunkten tausende US-Soldaten stationiert.

Am 26. August feuert Nordkorea drei Kurzstreckenraketen ab. Der US-Armee zufolge stürzen sie vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer und stellen keine Gefahr für das nordamerikanische Festland und Guam dar.

Am 29. August fliegt eine nordkoreanische Rakete über Japan hinweg - und damit laut Seoul 2700 Kilometer weit und 550 Kilometer hoch. Der Regierung in Tokio zufolge stürzt das Geschoss mehr als tausend Kilometer östlich der japanischen Insel Hokkaido in den Pazifischen Ozean.

Raketenstarts 2016

Archiv - Eine nicht datierte Bilddatei zeigt das abfeuern einer Kurzstreckenrakete in Nordkorea

Am 6. Januar 2016 nimmt Pjöngjang seinen vierten unterirdischen Atomwaffentest vor. Pjöngjang spricht von einer Wasserstoffbombe, Experten bezweifeln dies. Zudem feuert Nordkorea im Frühling und im Sommer U-Boot-gestützte Raketen ab.

Am 8. Juli kündigen Washington und Seoul an, das Raketenabwehrsystem THAAD gemeinsam in Südkorea aufzubauen.

Am 9. September 2016 unternimmt Nordkorea seinen fünften Atomwaffentest.

Raketenstarts mit Satelliten 2009 und 2012

Nordkorea bejubelt Raketenstart

Am 5. April 2009 startet Nordkorea eine Rakete, die Japan überquert und im Pazifik landet. Nach Darstellung Pjöngjangs ging es um den Versuch, einen Satelliten im All auszusetzen. Die USA, Südkorea und Japan sprechen hingegen von einem verdeckten Taepodong-2-Test.

Am 12. Dezember 2012 setzt eine nordkoreanische Rakete einen Satelliten im All aus.

Erster Atomwaffentest 2006

Im Juli 2006 feuert Nordkorea sieben Raketen ab, darunter eine Taepodong-2-Rakete, die nach 40 Sekunden explodiert.

Am 9. Oktober 2006 unternimmt Pjöngjang nach eigenen Angaben unterirdisch den ersten Atombombentest.

Moratorium von 1999 und dessen Ende 2005

Im September 1999 erklärt Nordkorea vor dem Hintergrund besserer Beziehungen zu den USA eine Aussetzung der Tests von Langstreckenraketen. Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang scheitern an der nordkoreanischen Forderung von jährlich einer Milliarde Dollar als Ausgleich für einen Verzicht auf den Raketenexport. Im März 2005 beendet Nordkorea das Moratorium.

80er Jahre

Nach einem ersten Raketentest 1984 wird das Programm ausgeweitet. Schließlich verfügt Nordkorea über Taepodong-2-Raketen mit einer Reichweite von mehreren tausend Kilometern.

70er Jahre

Nordkorea entwickelt eine Variante der sowjetischen Scud-B-Rakete mit einer Reichweite von rund 300 Kilometern.

Quelle: afp

11.09.2017, Quelle: afp, reuters, dpa, ap
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