28.05.2016
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Politbarometer vor den Landtagswahlen Unklare Mehrheiten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

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Politbarometer vom 10.03.2016

(Quelle: ZDF)

Video
Politbarometer

Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist noch unklar, wer die beiden Flächenländer im Westen regieren kann.

(10.03.2016 Quelle: ZDF)

Kurz vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern ist das Rennen vor allem in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz noch offen. Das zeigt ein ZDF-Politbarometer Extra. In Sachsen-Anhalt könnte die schwarz-rote Regierung eine Fortsetzung schaffen. 

Wenige Tage vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist noch unklar, wer die beiden Flächenländer im Westen regieren kann. In Sachsen-Anhalt hat die amtierende Koalition aus CDU und SPD eine Chance, trotz des guten Abschneidens der AfD weiter regieren zu können. Wenn schon heute Wahl wäre, dann ergäben sich die folgenden Werte für die Parteien (Differenzen zur Vorwoche).

Projektion Baden-Württemberg: CDU bei 29 Prozent

Die CDU käme nur noch auf 29 Prozent (minus eins) und läge deutlich hinter den Grünen, die 32 Prozent (unverändert) erzielen würden. Die SPD läge bei 14 Prozent (plus eins), die FDP bei sechs Prozent (minus eins), die Linke bei vier Prozent (unverändert), die AfD bei elf  Prozent (unverändert) und die anderen Parteien zusammen bei vier Prozent (plus ein). (Landtagswahl 2011: CDU 39,0 Prozent, Grüne 24,2 Prozent, SPD 23,1 Prozent, FDP 5,3 Prozent, Linke 2,8 Prozent, andere: 5,6 Prozent).

Projektion Rheinland-Pfalz: SPD in Führung

Die SPD wäre jetzt stärkste Partei und käme auf 36 Prozent (plus zwei), die CDU auf 35 Prozent (unverändert), die Grünen auf 5,5 Prozent (minus 0,5), die FDP auf sieben Prozent (plus eins), die Linke auf drei Prozent (minus eins) und die AfD auf neun Prozent (minus eins), die anderen Parteien zusammen auf 4,5 Prozent (minus 0,5). (Landtagswahl 2011: SPD 35,7 Prozent, CDU 35,2 Prozent, Grüne 15,4 Prozent, FDP 4,2 Prozent, Linke 3,0 Prozent, andere: 6,5 Prozent).

Links
Mehr zum Politbarometer

Projektion Sachsen-Anhalt:  AfD bei 18 Prozent

Die CDU läge bei 32 Prozent (unverändert), die Linke bei 21 Prozent (plus eins), die SPD bei 14 Prozent (minus eins), die Grünen bei fünf Prozent (unverändert), die AfD bei 18 Prozent (plus eins), die FDP bei 4,5 Prozent (plus 0,5) und die anderen zusammen bei 5,5 Prozent (minus 1,5 Prozent). (Landtagswahl 2011: CDU 32,5 Prozent, Linke 23,7 Prozent, SPD 21,5 Prozent, Grüne 7,1 Prozent, NPD 4,6 Prozent, FDP 3,8 Prozent, andere: 6,8 Prozent).

Das Politbarometer im Video

Aktuelle Zahlen

Politbarometer

Noch viele unsicher, ob und wen sie wählen wollen

Landtagswahl Sachsen

Wer schafft es, noch unentschlossene Wähler zu mobilisieren?
Quelle: dpa

Insgesamt geben diese Projektionswerte, bei denen auch die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen sind, lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen.

In Baden-Württemberg geben 56 Prozent, in Rheinland-Pfalz 65 Prozent und in Sachsen-Anhalt 57 Prozent aller Wahlberechtigten an, sicher zu sein, ob und wen sie wählen wollen.

Baden-Württemberg: Kretschmann sehr klar vorne

In Baden-Württemberg liegt Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten mit sehr deutlichem Vorsprung vor seinem Herausforderer. Vor die Wahl gestellt, ob man ihn oder Guido Wolf (CDU) lieber als Ministerpräsidenten hätte, sprechen sich 67 Prozent für Kretschmann und nur 17 Prozent für Wolf aus. (Differenzen zu 100 Prozent hier und im Folgenden „weiß nicht“ beziehungsweise  „kenne ich nicht“).

Julia Klöckner und Malu Dreyer vor dem Rede-Duell am 01.03.2016 in Mainz

In Rheinland-Pfalz führt Dreyer als Wunsch-Kandidatin vor Klöckner.
Quelle: dpa

In Rheinland-Pfalz fällt der Zuspruch für die Amtsinhaberin bei der Frage, wen man lieber als Regierungschefin hätte, nicht ganz so deutlich aus: Malu Dreyer (SPD) bevorzugen 50 Prozent und Julia Klöckner (CDU) wollen 34 Prozent als Ministerpräsidentin.  In Sachsen-Anhalt profitiert der Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) deutlich von seinem Amtsbonus. Ihn wollen 54 Prozent weiter als Ministerpräsidenten und nur 25 Prozent seinen Herausforderer Wulf Gallert (Linke).

Flüchtlingspolitik dominierendes Thema im Wahlkampf

Syrische Flüchtlinge in Messstetten, Baden-Württemberg

Top-Thema im Wahlkampf auch in Baden-Württemberg: Die Flüchtlings-Frage.
Quelle: dpa

Bei allen drei Landtagswahlen ist das Thema Flüchtlinge und Asyl das jeweils dominierende Thema. In den beiden westlichen Bundesländern meint jeweils eine Mehrheit, dass Angela Merkel in dieser Frage ihre Sache eher gut macht (Baden-Württemberg: 57 Prozent; Rheinland-Pfalz: 62 Prozent) und 38 Prozent beziehungsweise  33 Prozent sagen „eher schlecht“. In Sachsen-Anhalt sind die Meinungen geteilt (eher gut: 47 Prozent; eher schlecht: 46 Prozent).

Die Umfragen ...

...  zum Politbarometer Extra wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 07. bis 10. März 2016 unter 1.711 (Baden-Württemberg), 1.693 (Rheinland-Pfalz) beziehungsweise 1.096 (Sachsen-Anhalt) zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist jeweils repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

10.03.2016
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