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Prozess um Kindes-Misshandlung Urteil erwartet: Autistische Kinder jahrelang gequält

BildFoto
Kinder mit Autismus (Symbolbild)

Autistische Kinder bedürfen einer besonderen Fürsorge, in einer evangelischen Jugendhilfeeinrichtung in Hilten sind Schutzbefohlene misshandelt, gequält und auf Video aufgenommen worden.

(Quelle: imago)

VideoVideo Prozess gegen Erzieher
Missbrauchsopfer Sabrina Tophofen

Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gehen davon aus, dass in Deutschland rund eine Millionen Kinder sexuelle Gewalt erleiden müssen. Betroffene erzählen lassen, ihnen zuhören und damit wachrütteln - das ist das Ziel einer unabhängigen Kommission.

(31.01.2017)

von Ariane Güdel

Warum tun Erzieher das? Diese Frage beschäftigt seit Juli 2016 das Düsseldorfer Landgericht. Es geht um fünf Pädagogen einer evangelischen Jugendhilfeeinrichtung, die autistische Kinder misshandelt haben sollen. Die Taten wurden auf Video festgehalten. Heute wird das Urteil erwartet. 


Die Ermittler konnten kaum glauben, was sie bei der Auswertung von 200 Stunden Videomaterial zu sehen bekamen: Fünf Erzieher quälen und misshandeln autistische Kinder einer evangelischen Jugendhilfeeinrichtung in Hilden und halten das auf Video fest. Allein das Filmmaterial zu sichten und auszuwerten hat drei Jahre gedauert. Bereits 2010 wurde Strafanzeige gegen die Pädagogen erstattet, der Prozess konnte aber erst im Juli 2016 beginnen. Die Leiterin und vier ihrer Erzieher müssen sich vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft wiegt schwer: Misshandlung von Schutzbefohlenen, schwere Körperverletzung und Freiheitsberaubung in 67 Fällen.

"Sie amüsierten sich, während ihre Opfer litten."

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen die heute 44-jährige Leiterin und ihr Ehemann, ein Erzieher. Sie sollen zusammen mit ihren Kollegen von 2006 bis 2008 autistische Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren in zwei Wohngruppen des Unternehmens Educon, einer Tochter der evangelischen Graf-Recke-Stiftung, misshandelt haben. Das Leid der Kinder halten die zwei Frauen und Männer regelmäßig mit der Kamera fest. Auf den Videos ist zu sehen, wie ein 15-jähriges Mädchen eine Stunde lang festgehalten und gequält wird.
Autismus...

... ist eine Entwicklungsstörung mit einem großen Spektrum an Symptomen. In der frühen Kindheit können vor allem sprachliche Defizite und besondere Verhaltensweisen auffallen. Betroffene Kinder vermeiden etwa Körper- oder Blickkontakt. Autisten haben meist ein Problem damit, die Bedeutung von Gesten und Mimik zu verstehen.

Autisten oder Menschen mit dem milderen Asperger-Syndrom sind oft zuverlässig und loyal, mitunter geradezu verletzend ehrlich. Sie lösen Aufgaben mit Perfektionismus und verfügen manchmal über ein hohes Spezialwissen.

Autisten sind zwanghaft und unflexibel. Die Ursache von Autismus ist nicht geklärt. Heilen kann man Autismus nicht. Die Betroffenen können lernen, mit den Symptomen umzugehen.

(Quelle: dpa)

Wie die Erzieher die Wehrlose auf den Boden drücken, sich auf sie setzen. Sie fleht ihre Peiniger an. "Lasst mich, das tut weh...". Das Mädchen erntet Spott, wird angebrüllt, ihre Augen mit einem Tuch verbunden, Wasser unter ihr T-Shirt und über ihren Kopf gegossen. Manche Kinder bekamen tagelang nichts zu essen, ein 14-Jähriger wurde gezwungen sein Erbrochenen zu essen - so gaben es Ermittler vor Gericht zu Protokoll. 

Immer wieder haben die Erzieher ihre Schutzbefohlenen mit sogenannten "Teppichrunden" gequält. Laut Anklage mussten sich die Kinder auf einen Stuhl setzen, der dann von den Erziehern abwechselnd umgestoßen wird. Das Kind schlägt mit dem mit Kopf auf den Teppich, muss aufstehen, den Stuhl wieder hinstellen und sich setzen. Immer wieder, stundenlang. Während die Erzieher ihre Videoaufnahmen machen, unterhalten sie sich über Musik und Filme, verhöhnen die Kinder und lachen sie aus. In der Anklageschrift heißt es: "Sie amüsierten sich, während ihre Opfer litten."

Zeuge: "Das war Folter und zum Teil sadistisch".

Warum tun Erzieher das? Die Leiterin hat zu Beginn des Prozesses gestanden, dass das, was auf den Videos zu sehen ist, sich tatsächlich auch so zugetragen hat. "Ich würde es heute nicht noch einmal so machen", sagte die 44-Jährige. Sie habe die hochaggressiven Kinder vor der Psychatrie bewahren wollen.  Auslöser für die Vorgehensweise der Pädagogen soll eine neue Therapiemethode in den Wohngruppen gewesen sein, dem sogenannten "IntraActPlus“ Verfahren. Eine Methode, entwickelt von dem heute 65-jährigen Fritz Jansen aus Schleswig-Holstein. Seit 20 Jahren bildet der Lehrtherapeut Menschen in dieser Therapiemethode aus. Im Mittelpunkt stehe die positive Beziehung zwischen Kindern und ihren Bezugspersonen. Die menschliche Beziehung zueinander werde als Voraussetzung für den Aufbau von Motivation und positiver Eigensteuerung betrachtet. Videoaufnahmen ermöglichten eine schnelle Bewusstmachung von unbewusstem Verhalten gegenüber Kindern - quasi als Kontrolle für die Erzieher.
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Alle Angeklagten hatten an Schulungen bei Fritz Jansen teilgenommen. Der Therapeut war Zeuge im Prozess und hatte auch eine Auswahl der Videos zu sehen bekommen. "Was da gemacht worden ist, hat mit unserer Therapie nichts zu tun", sagte Fritz Jansen der heute.de. "Das war Folter und zum Teil sadistisch". Die Behauptung der Leiterin, sie habe alles so bei Jansen gelernt, habe ihn schockiert und fassungslos gemacht.

Fünf Jahre Berufsverbot gefordert

Das Gerichtserfahren gestaltet sich als schwierig, die zum Teil schwerstgeschädigten Kinder konnten nicht als Zeugen aussagen. Der Fall flog auf, als andere Pädagogen der Einrichtung im Mai 2008 Alarm schlugen und Anzeige erstatteten. Anzeichen für sexuellen Missbrauch hat es laut Staatsanwaltschaft nie gegeben. Nach Bekanntwerden der Übergriffe hatte die Geschäftsführung von Educon sofort reagiert und 16 von 40 Mitarbeitern entlassen und Selbstanzeige gestellt. Als ein Jahr später weitere Vorwürfe ans Tageslicht kommen, erstattet das Unternehmen Strafanzeige gegen die entlassenen Erzieher. 2010 wird das Unternehmen aufgelöst, seine Aufgaben in die Stiftung integriert. Inzwischen wird die Arbeit der Jugendhilfeeinrichtung von einem Qualitätsmanagement kontrolliert. Unter anderem dürfen Erzieher nicht mehr allein entscheiden.

Gegen zwei der fünf der Angeklagten ist das Verfahren bereits im Januar nach Zahlung einer Geldstrafe eingestellt worden. Für die Leiterin der früheren Einrichtung und ihren Ehemann fordert die Staatsanwaltschaft vier Jahre Haft und zwei ohne Bewährung für ihren Ehemann. Außerdem wird für beide ein fünfjähriges Berufsverbot gefordert. Eine 43-jährige Betreuerin soll mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.

04.04.2017
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