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Betrugssoftware USA verklagen VW im Abgas-Skandal

BildVW-Logo
US-Fahne spiegelt sich in Logo eines Volkswagen-Fahrzeugs

(Quelle: dpa)

VideoVW: Alles auf den Tisch
Hans Dieter Pötsch und Matthias Müller

Die neue VW-Spitze um Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch stellt erste Untersuchungsergebnisse im Abgasskandal vor. Pötsch spricht von "individuellem Fehlverhalten und persönlichen Versäumnissen".

(10.12.2015)

VideoVW reicht Rückrufplan ein
VW hat in den USA die ersten Vorschläge zur Bewältigung des Abgas-Skandals eingereicht. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums übergab der Konzern den Behörden einen Rückrufplan für rund 480.000 Autos.

Volkswagen hat in den USA die erste Vorschläge zur Bewältigung des Abgas-Skandals eingereicht. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums übergab der Konzern den Behörden einen Rückrufplan für rund 480.000 Autos mit 2,0-Liter-Motoren.

(21.11.2015)

Die USA haben Volkswagen im Abgas-Skandal verklagt. Dem Konzern werden der Einsatz von Betrugssoftware und Verstöße gegen das Klimaschutzgesetz vorgeworfen, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. 

Das US-Justizministerium hat Volkswagen wegen der Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen verklagt. In der am Montag bei einem Bundesgericht in Detroit eingereichten Zivilklage werden dem Wolfsburger Autokonzern Verstöße gegen ein US-Gesetz zur Luftreinhaltung vorgeworfen. Dies könnte mit einer Strafe von mehr als 20 Milliarden Dollar geahndet werden.

Nach Ermittlungen der US-Umweltbehörden hatte Volkswagen im September eingeräumt, in weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen eine Betrugssoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests zu einem niedrigeren Stickoxid-Ausstoß führt als auf der Straße.

Strafe von 20 Milliarden Dollar droht

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Die im Auftrag der US-Umweltschutzbehörde EPA eingereichte Klage bezieht sich auf fast 600.000 Dieselfahrzeuge der Marken VW, Audi und Porsche, die in den Vereinigten Staaten verkauft wurden. Dabei will das US-Justizministerium den Volkswagen-Konzern wegen Manipulationen sowohl bei Modellen mit Zwei-Liter-Motoren als auch bei Modellen mit Drei-Liter-Motoren zur Rechenschaft ziehen. Aus der Klageschrift geht hervor, dass auf VW für jedes mit der Manipulations-Software ausgestattete Auto eine Strafe in Höhe von mehreren zehntausend Dollar zukommen könnte.

"Autobauer, die ihre Fahrzeuge nicht richtig zertifizieren und die Systeme zur Emissionskontrolle aushebeln, verletzen das Vertrauen der Öffentlichkeit, gefährden die öffentliche Gesundheit und benachteiligen Wettbewerber", erklärte der stellvertretende US-Justizminister John C. Cruden. "Die Vereinigten Staaten werden alle angemessenen Mittel gegen Volkswagen einsetzen, um Wiedergutmachung für die in dieser Klage angeführten Verletzungen der Gesetze unserer Nation zur Luftreinhaltung zu erhalten."

VW reagiert zurückhaltend

VW selbst reagierte zurückhaltend auf die Klage des US-Justizministeriums: "Wir müssen erstmal die Klageschrift lesen und prüfen und uns ein Bild machen", sagte ein Konzernsprecher. Er stellte klar: "Wir arbeiten weiter eng mit den US-Behörden zusammen."

04.01.2016, Quelle: reuters, dpa, afp
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