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merkzettel

Kampagnen bei US-Präsidentschaftswahlen "Stoppt Trump!"

BildProtestschild
Protestschild mit der Aufschrift "Let's Dump Trump"

(Quelle: ap)

VideoPorträt: Donald Trump
Donald Trump

Donald Trump verspricht, Amerika wieder groß zu machen - und punktet damit im Präsidentschaftswahlkampf bei der frustierten Mittelschicht. Über Stärken, Schwächen und Chancen des Republikaners.

(29.02.2016)

VideoTrump und Sanders vorn
Der demokratische Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur Bernie Sanders bei einer Wahrkampfveranstaltung.

Die zweite Runde im Rennen um die US- Präsidentschaftskandidatur haben Donald Trump bei den Republikanern und Bernie Sanders bei den Demokraten gewonnen.

(10.02.2016)

VideoSzenario: Präsident Trump
Donald Trump

Er poltert oft laut, ist schrill und mit seinem Programm für viele das Horror-Szenario für die Nachfolge im Oval Office. Wir zeigen die Welt nach der US-Präsidenten-Wahl - mit dem Sieger Donald Trump.

(18.01.2016)

von Maya Dähne, New York

Monatelang haben sich Menschen rund um den Globus - auch in den USA - über Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, seine Frisur und sein Ego lustig gemacht. Inzwischen ist aus Spaß bitterer Ernst geworden und viele fragen sich: Ist Trump auf seinem Weg ins Weiße Haus noch zu stoppen? 

Ein Adler flattert über hohe Mauern hinweg zu einem Männchen mit wallender, gelber Mähne. Plötzlich fällt Vogelkacke vom Himmel. Ist der Kandidat getroffen, gibt's Punkte für den Spieler. Trump Dump heißt das Spiel, das seit Anfang Februar vom App Store kostenlos aufs iPhone heruntergeladen werden kann.

Gefahr für die Demokratie

Im richtigen Leben ist es nicht ganz so einfach, gegen Donald Trump, den Milliardär aus New York, zu punkten. Die Vorwahlen in New Hampshire, South Carolina und Nevada hat er haushoch vor seinen republikanischen Mitbewerbern gewonnen. Am Super Tuesday wird er wohl in weiteren US-Staaten siegen. Der Mann, der Muslime verbannen und eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen will, ist vom Pausen-Clown zum republikanischen Favoriten im Präsidentschaftswahlkampf geworden.

Live beim "Super Tuesday"

Das ZDF berichtet die ganze Nacht über auf www.heute.de über den "SuperTuesday". Seien Sie immer auf dem neuesten Stand unter anderem mit unserem Liveblog.

"Wir haben uns das lange Zeit mit offenem Mund angeschaut und immer gedacht, es wird schon irgendwann aufhören, aber es hat nicht aufgehört", sagt Eve Ensler. Die New Yorker Dramatikerin und berühmt-berüchtigte Autorin der Vagina-Monologe hat deshalb vor einigen Wochen gemeinsam mit Freunden die Anti-Trump-Petition #StophateDumpTrump gestartet. Innerhalb kürzester Zeit unterzeichneten Zehntausende Menschen, darunter Prominente wie Jane Fonda, Harry Belafonte und Michael Moore. "Wir glauben, dass Trump eine große Gefahr für die Demokratie, die Freiheit und die Menschenrechte in unserem Land ist. Und die Geschichte hat gezeigt, was passiert, wenn Menschen sich nicht gegen hasserfüllte Anführer auflehnen", sagt Ensler.

Konservative feuern gegen Trump

Aber nicht nur Künstler und Wissenschaftler aus dem linksliberalen Lager machen mobil. Auch in den Reihen der Republikaner formiert sich allmählich Widerstand. "Our Principles Pac" heißt eine der konservativen Anti-Trump-Gruppen. Gegründet hat sie eine frühere Mitarbeiterin des ehemaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

"Ich begreife nicht, dass bisher keiner ernsthaft versucht hat, Trump zu stoppen. Ich arbeite seit 30 Jahren in der Politik und habe noch keinen Kandidaten erlebt, der sich an die Spitze setzt, ohne dass ihn irgendwer strategisch angreift", sagt Katie Packer Gage. Angriff, genau darauf setzt Our Principles Pac. Potenzielle Wähler werden mit Anti-Trump-Werbespots bombardiert. Und auch andere konservative Gruppen wie der Club for Growth feuern im Vorfeld des Super Tuesday gegen Trump. 

Weitere Links zum Thema
Das Geld für die Anti-Trump Kampagnen kommt von reichen Spendern. Eine der großzügigsten Geldgeberinnen ist Marlene Ricketts. Die Milliardärs-Gattin hat allein drei Millionen Dollar an den "Our Principles Pac" gespendet. An die große Glocke hängen will sie ihre Unterstützung allerdings nicht. Und auch andere Superreiche haben sich bisher zurückgehalten.

Wer ist der Kandidat der Superreichen?

Dabei könnten sie womöglich das Ruder herumreißen. Eine zentrale Rolle im politischen Poker spielen die Brüder Charles und David Koch. Jeder von ihnen soll 41 Milliarden Dollar besitzen. Damit gehören sie zu den fünf reichsten Amerikanern. Bei der Präsidentschaftswahl 2012 haben sie 400 Millionen Dollar in die Kampagne von Mitt Romney gesteckt. 2016 wollen sie mehr als doppelt so viel ausgeben.

Welcher der republikanischen Kandidaten ihr Mann ist, blieb bisher unklar. Donald Trump steht allerdings definitiv nicht auf ihrer Liste. Jetzt hat ein enger Vertrauter der Koch-Brüder bei Marco Rubio angeheuert. Der Mann soll die Kampagne des Kandidaten auf Vordermann - und Rubio gegen Trump in Stellung bringen. Und tatsächlich hat Rubio in der letzten Fernsehdebatte Donald Trump erstmals ernsthaft ins Schwitzen gebracht.

"Wenn wir alle gemeinsam versuchen, Trump zu stoppen, haben wir noch eine Chance", hieß es vergangene Woche in einem Memo der Anti-Trump-Kampagne Our Principles Pac. "Wenn nicht, bekommen wir den Kandidaten, den wir verdienen."

"Telecollege" zur US-Wahl

Daniel Pontzen stellt Cruz und Trump vor

ZDF-Korrespondent Daniel Pontzen

Mit einer Prise Humor: ZDF-Korrespondent Daniel Pontzen stellt die Kandidaten der US-Vorwahlen vor. Wen kann man da eigentlich wählen? Diesmal: Ted Cruz und Donald Trump.

US-Wahl 2016: Kandidaten

Hillary Clinton (Demokraten)

Hillary Clinton

2008 unterlag sie Barack Obama in den innerparteilichen Vorwahlen. Der machte sie später zur Außenministerin. Diesmal gilt die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton als große Favoritin bei den Demokraten - auch wenn ihr Kontrahent Bernie Sanders ihr mehr zu schaffen macht, als ihr lieb sein kann. Clinton hat als einzige Bewerberin überhaupt ein politisches Profil im Ausland. Sie steht für eine Fortsetzung der Außenpolitik Obamas, einen härteren Kurs gegen die Waffenlobby und soziale Erleichterungen für Familien.

Bernie Sanders (Demokraten)

Bernie Sanders

Der 74-Jährige ist der erfahrenste Parlamentarier im Rennen um das Präsidentenamt, 1990 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt. Seit 2006 ist er Senator für den Staat Vermont. Sanders bezeichnet sich selbst als "demokratischer Sozialist" und wurde lange als krasser Außenseiter erachtet. Doch wenn er vor Tausenden Studenten spricht, bebt die Arena, Sanders verbreitet ungewöhnlich viel Energie. Er steht für eine liberalere Drogenpolitik, vor allem eine deutlich striktere Regulierung von Banken und Finanzmärkten.

Donald Trump (Republikaner)

Donald Trump

Er wirft mit reißerischen Parolen um sich und beherrscht damit nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Umfragen. Ein politisches Amt bekleidete der Immobilienunternehmer noch nie, ist aber als Parteispender in Erscheinung getreten. Er unterstützte sowohl Republikaner als auch Demokraten. Im Jahr 2000 hatte er sich für die inzwischen unbedeutende Reform-Party schon einmal zur Wahl gestellt. Der in New York lebende Investor hat fünf Kinder aus drei Ehen. Er holzt vor allem gegen Migranten aus Mexiko und will eine Mauer zwischen beiden Ländern bauen.

29.02.2016
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