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Verfassungsgericht Verbot von Sex mit Tieren bestätigt

BildVerfassungsgericht
Blick auf die Roben der Richter
VideoWie weit darf Tierschutz gehen?
Plakat gegen Tierversuche

Fleischverzicht und Tierschutz werden immer populärer. Radikale Tierschützer kämpfen gegen die, die mit Tieren ihr Geld verdienen. Vielen Aktivisten reichen Demonstrationen dabei nicht mehr.

(12.08.2015)

VideoProtest gegen Ferkelkastration
Ferkel

In Deutschland werden Millionen Ferkel in der ersten Woche noch immer ohne Betäubung kastriert. Der deutsche Tierschutzbund ruft nun zu Protesten auf und fordert eine sofortige Betäubungspflicht.

(03.08.2015)

Sie wollten ihr Recht auf Sex mit Tieren juristisch durchfechten und sind nun in Karlsruhe gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde der zwei Kläger gar nicht erst zur Entscheidung an. 

Die Kläger sehen sich in ihrem Grundrecht auf sexuelle Selbstbestimmung verletzt. Denn laut Tierschutzgesetz können Verstöße gegen das Verbot mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bestraft werden.

Tierschutz hat Verfassungsrang

Die Richter aber sagen, der Schutz des Wohlbefindens von Tieren sei ein legitimes Ziel. Der Einzelne müsse "staatliche Maßnahmen hinnehmen, die im überwiegenden Interesse der Allgemeinheit oder im Hinblick auf grundrechtlich geschützte Interessen Dritter ... ergriffen werden". Der Schutz der Tiere hat Verfassungsrang.
Weitere Links zum Thema

In Deutschland ist es laut Tierschutzgesetz verboten, "ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen". (1 BvR 1864/14)

18.02.2015, Quelle: dpa
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