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Nach Terroranschlägen von Paris Innenminister: Elf Anschläge in Frankreich verhindert

BildBernard Cazeneuve
Bernard Cazeneuve am 14.01.2016 in Marseille

(Quelle: ap)

VideoAttentäter lebte wohl in NRW
Der Mann, der beim Angriff auf Pariser Polizisten erschossen wurde, hat offenbar in Recklinghausen gewohnt. Das teilte das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen mit.

Der mutmaßliche Attentäter, der in Paris zwei Polizisten angegriffen hat, lebte wohl in einem Flüchtlingsheim in Recklinghausen. Die wahre Identität des Mannes ist jedoch noch unbekannt

(10.01.2016)

Video"IS braucht psychologischen Erfolg"
Uli Gack

"Der IS hat Schlappen hinnehmen müssen, besiegt ist er aber noch nicht", sagt ZDF-Korrespondent Uli Gack. Mit dem Massaker im syrischen Dair as-Saur wolle der IS zeigen, dass er handlungsfähig ist.

(18.01.2016)

In Frankreich sind im vergangenen Jahr mehrere größere Anschläge verhindert worden. Das sagte Innenminister Cazeneuve. Ein neues Video der Terrormiliz IS zeigt die späteren Attentäter von Paris im vom IS kontrollierten Gebiet in Syrien. Es enthält grausame Aufnahmen. 

In Frankreich sind nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve im vergangenen Jahr mehrere mit den Pariser Terroranschlägen vergleichbare Attacken vereitelt worden. Im Jahr 2015 seien elf Anschläge verhindert worden "von der Art wie die vom 13. November", sagte Cazeneuve im TV-Sender France 5. "Einer davon drohte ein Konzert in einem Veranstaltungssaal anzugreifen, andere drohten mit massiven Anschlägen gegen Franzosen auf Straßen und in Städten", sagte der Innenminister.

Video zeigt Attentäter vor den Anschlägen

Die Attentäter von Paris verübten offenbar vor der Terrorserie im November 2015 Gräueltaten im von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrollierten Gebiet in Syrien. Dies geht aus einem neuen IS-Video hervor, das die auf Beobachtung extremistischer Online-Auftritte spezialisierte Webseite SITE am Sonntag ins Netz stellte. Zudem drohte die Gruppe in der Aufnahme mit Anschlägen auf Großbritannien und dessen Premierminister David Cameron. Frankreichs Außenministerium reagierte zunächst verhalten und erklärte, die Regierung prüfe das Video.

Weitere Links zum Thema
Bei der Anschlagswelle der IS-Miliz hatten Attentäter am 13. November in einem vollen Konzertsaal, an Cafés und einem Restaurant sowie vor einer Sportarena in Paris fast gleichzeitig zugeschlagen. 130 Menschen wurden ermordet, mehrere Hundert weitere verletzt.

Terroristen sprachen fließend französisch

In dem 17-minütigen Video sind die neun Extremisten zu sehen, die bei den Pariser Attacken oder danach starben. Sieben der Attentäter - vier aus Belgien und drei aus Frankreich - äußern sich darin in fließendem Französisch. Zwei weitere wurden anhand ihrer Kampfnamen als Iraker identifiziert und sprachen Arabisch.
Sieben der späteren Attentäter von Paris sind in dem Video zudem vor gefesselten Gefangenen zu sehen, die als "Abtrünnige" bezeichnet werden. Die Opfer wurden entweder enthauptet oder erschossen. "Bald auf dem Champs-Elysées", erklärt der in einem Pariser Vorort aufgewachsene Samy Amimour, während er einen abgetrennten Kopf in die Höhe hält.

Aufnahmen offenbar aus Syrien

Wo genau das Video gedreht wurde, wird nicht erwähnt. Es wird jedoch angenommen, dass es im IS-Territorium in Syrien vor der Abreise der Männer nach Paris entstand. Dies würde die Angaben der französischen Polizei stützen, wonach die Anschläge im Bürgerkriegsland ausgeheckt wurden.

Abdelhamid Abaaoud, der mutmaßliche Drahtzieher der Terrorserie, ist in dem Clip in einem Zimmer zu sehen. Wenige Tage nach den Anschlägen von Paris wurde Abaaoud bei einer Razzia der französischen Polizei im Vorort Saint-Denis getötet.

Ein anderer Extremist, Brahim Abdeslam, ist in dem Video auf einem behelfsmäßigen Schießstand zu sehen. In Paris sprengte er sich vor einem Café in die Luft, war dort jedoch das einzige Opfer. Sein ebenfalls mutmaßlich an der Terrorserie beteiligter Bruder Salah Abdeslam ist flüchtig. Der Anti-IS-Aktivistengruppe "Rakka wird im Stillen geschlachtet" zufolge wurden die beiden in Rakka trainiert, der Hochburg und Hauptstadt des selbst erklärten IS-Kalifats.

25.01.2016, Quelle: dpa, ap, reuters
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