25.07.2016
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Villingen-Schwennigen Festnahmen nach Granatenwurf auf Flüchtlingsheim

BildTatort in Villingen-Schwenningen
Kriminalbeamte untersuchen den Tatort in Villingen-Schwenningen

(Quelle: dpa)

VideoHandgranate auf Flüchtlingsheim geworfen
Unbekannte haben in Villingen-Schwenningen eine Handgranate über den Zaun einer Flüchtlingsunterkunft geworfen. Das teilte die Polizei mit. Es sei dabei aber nicht zur Explosion gekommen.

Unbekannte haben in Villingen-Schwenningen eine Handgranate über den Zaun einer Flüchtlingsunterkunft geworfen. Das teilte die Polizei mit. Es sei dabei aber nicht zur Explosion gekommen.

(29.01.2016)

VideoRoth: "Wettlauf der Schäbigkeit" beenden
Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth

Claudia Roth verlangt in der Flüchtlingskrise den "Wettlauf der Schäbigkeit innerhalb Europas" zu überwinden und appelliert an Europa "humanitäre Schutzverantwortung" zu übernehmen.

(09.02.2016)

Galt der Angriff mit einer Handgranate auf ein Flüchtlingsheim in Villingen-Schwenningen den Wachleuten? Die Polizei nimmt vier Verdächtige aus dem Sicherheitsgewerbe fest. Anhaltspunkte für Fremdenhass sehen die Ermittler nicht. 

Nach dem Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen haben die Ermittler vier Verdächtige gefasst. Die Spur führt ins Sicherheitsgewerbe. Ein fremdenfeindliches Motiv schließen Polizei und Staatsanwaltschaft nach Angaben vom Dienstag aus. Drei der vier Männer im Alter von 23, 27 und 37 Jahren kamen in Untersuchungshaft. Eine Handgranate war Ende Januar auf das Gelände der Erstaufnahmestelle geworfen worden und neben einem Container des Sicherheitsdienstes gelandet.

Offenbar Rivalität in Sichertheitsbranche

Details zu den Hintergründen nannten die Ermittler nicht und verwiesen auf ermittlungstaktische Gründe. "Allerdings dürften Konflikte, die zwischen den im Schwarzwald-Baar-Kreis tätigen Sicherheitsunternehmen bestehen, die Ursache sein", hieß es in der Mitteilung des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Die Verdächtigen hätten überwiegend einen osteuropäischen Migrationshintergrund.
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Die Polizei war bei Durchsuchungen auch mit Hilfe von Spezialkräften gegen die Verdächtigen vorgegangen. Gegen drei der Männer wurden Haftbefehle wegen eines Verbrechens gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz erlassen. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, weitere Spuren müssten ausgewertet werden.

Mit Sprengstoff gefüllt

Die Handgranate war bei dem Anschlag nicht explodiert. Es wurde niemand verletzt. Die Granate war neben einem Container, in dem sich drei Wachleute aufhielten, liegen geblieben. Nach Angaben des Landeskriminalamtes war sie mit Sprengstoff gefüllt und über den Zaun der Einrichtung geworfen worden.

In den zurückliegenden Tagen sei es der nach der Tat eingerichteten Sonderkommission "Container" gelungen, Hinweise auf die im Sicherheitsgewerbe arbeitenden Tatverdächtigen zu gewinnen und einen Tatverdacht zu konkretisieren. Bei den Ermittlungen wurde die Sonderkommission durch Spezialisten des Bundeskriminalamtes, des Landeskriminalamtes und den Ämtern des Verfassungsschutzes unterstützt.

09.02.2016, Quelle: dpa
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