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Ostermärsche Protest aus einer anderen Zeit

BildWar schon mal voller: Ostermarsch
Ostermarsch - Aufnahme vom 04.04.2015

(Quelle: dpa)

Zu Hundertausenden gingen sie auf die Straßen: Ostermärsche waren einst gut besucht. Kriege und Krisen weltweit sind zwar nicht weniger geworden, wohl aber die Zahl der Friedensbewegten, die Ostern auf die Straße gehen. Protestforscher Dieter Rucht erklärt, warum. 

heute.de: Bundesweit sind im Vorjahr bei Ostermärschen in vielen Städten am Ende gerade mal mehrere tausend Menschen auf die Straße gegangen. Dabei ist das Friedensthema doch aktueller denn je. Warum nimmt kaum einer mehr teil?

Protestforscher Dieter Rucht ...
Protestforscher Dieter Rucht

... ist emeritierter Professor für Soziologie. Zuletzt war er Leiter der Forschungsgruppe Zivilgesellschaft, Citizenship und politische Mobilisierung in Europa am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.

Dieter Rucht:
Einer der Hauptgründe ist wohl, dass die gegenwärtigen Krisenlagen - und das war schon beim Jugoslawienkrieg so - sehr komplex für einen Protest dieser Form sind. Es gibt viele Akteure. Es ist schwer zu beurteilen, wer gut oder böse ist, wer schuldig ist oder welche Lösungen angemessen sind. Das war vor Jahren noch ganz anders.

heute.de: Inwiefern?

Rucht: Nehmen wir den Vietnamkrieg als Beispiel: Damals ging man davon aus, dass die Amerikaner in Vietnam nichts verloren haben, dort nur ihre Macht ausbauen wollen, und sich einfach in einen regionalen Krieg einmischen.

heute.de: Und da ließ es sich einfacher protestieren?

Rucht: Ja. Die Ostermärsche als Protestform konnten sich an ein klares Feinbild richten, einen klaren Verursacher: Der US-Präsident war in Vietnam der Schuldige. Ihn hat man angeprangert und Frieden gefordert. Und heute wird es schwer, etwa beim Blick auf den Irak oder Syrien. Alles ist reichlich kompliziert, viele Nationen sind beteiligt, es gibt an den Kampfhandlungen viele Akteure und eine unübersichtliche Lage. Vielleicht könnte man ja Syriens Staatspräsident Asad oder den IS als "böse" bezeichnen. Aber insgesamt entsteht bei den Leuten eher ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Das lässt sich nicht mit simplen Parolen wie "Frieden schaffen ohne Waffen" zusammenfassen, wie es ja früher auf Ostermärschen oft zu hören war.

heute.de: Wie hat sich die Protestbewegung eigentlich entwickelt?

Rucht: Es begann in England 1958 mit einem viertägigen Lauf zu Fuß über insgesamt etwa 80 Kilometer. Das war damals ein Signal hoher Opferbereitschaft. Wer daran teilnahm, der tat dies ganz bewusst - und nicht nur als beiläufigen Protest. 1960 schwappte die Welle auf die Bundesrepublik über. Immer mehr Orte kamen hinzu, doch es wurde auch immer unübersichtlicher. Beim vorerst letzten Ostermarsch 1968 sollen 350.000 Leute dabeigewesen sein. Erst mit der Friedensbewegung der 1980er-Jahre gab es dann ein Wiederaufleben. Damals richtete sich der Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss. 1985 zählten die Veranstalter bis zu 400.000 Teilnehmer.

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Und heute?
Rucht: Findet alles auf sehr niedrigem Niveau statt. Mal sind es einige Tausende, mal ist die Rede von ein paar Zehntausend Leuten. Es gibt sicherlich ein paar regionale Knotenpunkte, an denen mehr los ist. Es gab zum Beispiel ganzjährig in der Kyritz-Ruppiner Heide in Brandenburg viel Protest der Bevölkerung, die sich gegen einen Truppenübungsplatz wehrte. Ostern waren allein dort tausende Menschen auf den Beinen.

heute.de: Wer organisiert den Protest?

Rucht: Es gibt eine lose Koordination, etwa durch das Netzwerk Friedenskooperative. Doch letztendlich sind es Friedensgruppen, Vereinigungen wie der Verband der Kriegsdienstgegner, auch linke und christliche Gruppen, die das in den Orten ausrichten. Oft sind das kleine Gruppen mit wenigen Mitteln, die im Anschluss noch ihre Teilnehmerzahlen melden. Wenn die Organisation gut gemacht ist, weil vielleicht eine Gewerkschaft dahinter steckt und Busse oder Züge organisiert, kommen auch ein paar Leute mehr - sofern am Ende auch noch das Wetter mitspielt.

heute.de: Manche Städte meldeten zuletzt mitunter nicht mal 100 Teilnehmer. Dabei lässt sich doch Protest heutzutage recht erfolgreich über soziale Netzwerke organisieren. Wie lässt sich der Ostermarsch insgesamt attraktiver gestalten?

Rucht: Damals waren es Gewaltmärsche, die zunehmend auf kurze Wegstrecken reduziert worden sind. Heute gehen die Teilnehmer beim Ostermarsch vielleicht ein paar hundert Meter, singen Lieder, es gibt diverse Reden. Ganz ernsthaft: Für junge Leute ist so etwas nicht anziehend. Die Älteren gehen vielleicht noch aus Tradition hin. Selbst Aufrufe über Facebook, Twitter und Co zu einer Form, die nicht attraktiv erscheint, funktionieren da nicht.

heute.de: Sind die Friedensmärsche aus der Zeit gefallen?

Rucht: Aus dem Blickwinkel junger Menschen mögen sie tatsächlich nicht sonderlich attraktiv erscheinen. Doch aus der Lage eines Menschen, der besorgt auf die Welt und ihre Krisenherde schaut, würde ich sagen: Friedensproteste sind angesagter denn je.


Das Interview führte Jens Korch

27.03.2016
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