28.06.2016
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Warum wir wie wählen Wahlen: Das eine Thema

BilderserieWas Wahlen beeinflusste
Jubelnde Menschen auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor
VideoDie AfD und ihr Programmentwurf
AfD-Plakat

Der Entwurf des Grundsatzprogramms wirft Fragen auf: Die Erbschaftsteuer soll abgeschafft und das Rentenalter heraufgesetzt werden. Ist das die Sozialpolitik für die "kleinen Leute"?

(22.03.2016)

VideoZDFspezial: Politisches Beben
ZDFspezial vom 14.03.2016

8.7 Millionen Menschen haben in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewählt – und Deutschland eine neue politische Landschaft beschert. ZDFspezial mit Stimmungsbildern und Analysen.

(14.03.2016)

Deutsche Einheit, Oderhochwasser, Fukushima - und jetzt die Flüchtlingsdebatte: Wahlsieger profitieren häufig nur von einem Thema, das die Welt bewegt. Der Psychologe und Risikoforscher Gerd Gigerenzer erklärt, warum das so ist. 

heute.de: Warum lassen sich Wählerinnen und Wähler von nur einem ganz bestimmten Thema in ihrer Entscheidung beeinflussen?

Gerd Gigerenzer ...
Gerd Gigerenzer

... ist Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sowie des Harding Zentrums für Risikokompetenz in Berlin. Er erforscht die Psychologie von Entscheidungen, auch mit Blick auf Wahlen.  Dazu hat er u.a. das Buch „Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ veröffentlicht.

Gerd Gigerenzer: Nicht alle Wähler, aber viele. Daran sind ganz wesentlich die Medien schuld. Alle stürzen sich auf ein Thema. Derzeit sind es die Flüchtlinge. In sechs Monaten kann das schon wieder ganz anders sein. Das haben wir bei der Vogelgrippe, bei Rinderwahnsinn oder auch bei der Ebola-Epidemie erlebt. Obwohl wir in Deutschland wenig Schaden genommen haben - hierzulande ist kein einziger Mensch an der Vogelgrippe oder Ebola gestorben. Alle sprechen aufgeregt eine Zeit lang von einem Thema, plötzlich wird es ganz still und ein anderes Thema taucht genauso massiv auf.

heute.de: Das Thema Flüchtlinge wird schon bald keine Rolle mehr spielen?
Gigerenzer: Ich halte das für wahrscheinlich. Ein anderes Drama wird nach vorne gespielt werden.
heute.de: Dann gehen die Wähler ein hohes Risiko ein. Sie entscheiden bei ihrer Stimmabgabe anhand eines Themas, das schon bald uninteressant ist. Vergeuden sie damit ihre Stimme?

Gigerenzer: Nicht unbedingt. Die Wähler sind zwar dem Trend aufgesessen, dass sich alle Medien auf das gleiche Thema stürzen und es dann gemeinsam wieder fallen lassen. Aber die Themen selbst sind nicht erledigt, wenn sich Rundfunkanstalten oder Zeitungen dafür nicht mehr interessieren.

heute.de: Mündige Bürger müssen sich nicht auf die Berichterstattung verlassen. Sie können selbst Parteiprogramme lesen und sich eine Meinung bilden.

Gigerenzer: Kritische, informierte Bürger gibt es viele. Doch die Ablenkung ist groß. Auch Wahlplakate erziehen heute zur Unmündigkeit. Da ist nichts weiter drauf als das Porträt eines Menschen und Schlagworte wie Gerechtigkeit oder Sicherheit. Das ist doch unwürdig für eine Demokratie.
heute.de: Werden die Bürger mit zu vielen monothematischen Botschaften geflutet?
Gigerenzer: Ja, und dabei erfahren die Wähler meist wenig, wie in anderen Ländern darüber gedacht und gefühlt wird. Medien könnten Abhilfe schaffen, indem sie differenzierter als heute berichten.

heute.de: Und was machen die Wählerinnen und Wähler mit den differenzierteren Informationen in der Wahlkabine?

Gigerenzer: Dort spielen auch Gefühle eine Rolle. Angst ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Das kann man aus den zweistelligen Ergebnissen der Alternative für Deutschland (AfD) bei den jüngsten Landtagswahlen schließen. Wähler fürchten sich, obwohl die wenigstens von ihnen wirklich je einem Flüchtling begegnet sind. Existenzangst und Protest gegen das Establishment mischen sich. Ähnliches kann man bei den Vorwahlen in den USA beobachten. Sowohl Donald Trump von den Republikanern als auch Bernie Sanders von den Demokraten donnern gegen das Establishment.

heute.de: Siegt in der Wahlkabine also der Bauch über den Kopf?

Gigerenzer: Beide entscheiden. Die meisten Menschen fürchten sich vor Dingen, die sie gar nicht treffen werden. Im US-Wahlkampf wird beispielsweise die Angst vor dem Terrorismus geschürt, vor dem sich die Amerikaner eigentlich kaum fürchten müssten. Mit wenigen Ausnahme wie 2001 als das World Trade-Center in New York von Islamisten zerstört wurde, werden jedes Jahr mehr Amerikaner vom Blitz erschlagen oder von einem Kleinkind erschossen als von einem Terroristen getötet.  

heute.de: Wähler lassen sich von ihren Gefühlen leiten?

Gigerenzer: Nicht alle, aber viele. Es gibt darüber hinaus die Stammwähler. Sie wählen immer dieselbe Partei, sie sind treu, was immer auch geschieht. Und es gibt Wähler, die stark von ihrem sozialen Umfeld abhängig sind. Abweichendes Wahlverhalten kann Freundschaften kosten. Wenn zum Beispiel unter Anhängern der Grünen einer bekennt, er habe jetzt die FDP gewählt, setzt er sich vielleicht nicht nur Spott aus, sondern kann Freunde verlieren.

heute.de: Gehört das zu den von Ihnen erforschten Faustregeln, die Menschen benutzen, um ihre Entscheidungsfindung abzukürzen?

Gigerenzer: Ja. Das gilt sowohl bei der Überlegung "Wähle was deine Freunde wählen, sonst sind sie weg" als auch in der Überzeugung "Ich bleibe ein FDP-Mann, auch wenn die Partei untergeht". Wechselwähler dagegen suchen oft nur ein Thema, das sie aktuell besonders bewegt, und sie scheren sich wenig um das, was die Partei sonst noch in ihrem Programm anbietet.

Weitere Links zum Thema
heute.de:
Sie nennen das den "eindimensionalen Wähler"?

Gigerenzer: Die meisten Wähler verorten Parteien noch immer in einem Links-Rechts-Schema. Als die Grünen an Bedeutung gewannen, haben die Menschen sie sehr unterschiedlich bewertet. Die einen sahen sie als Linke, die für Menschenrechte und Gerechtigkeit eintreten, andere als konservative Försterpartei, die den deutschen Wald beschützen will.

heute.de: Der Mensch verlässt sich bei seiner Wahlentscheidungen also auf seine subjektive Lebenserfahrung, auf die Werte, die er sich angeeignet hat?

Gigerenzer:  Und auf seine Ängste. So muss man sich auch nicht wundern, wenn Wähler von der äußeren Linken zur rechtspopulistischen AfD gehen. Beide Parteien haben Schnittmengen, wie das Misstrauen gegen das Establishment.


Das Interview führte Katharina Sperber

25.03.2016
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