26.03.2017
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Einigung im öffentlichen Dienst Mehr Geld für Lehrer und Geringverdiener

BildLehrer im Unterricht
Archiv: Unterricht an einem Gymnasium in Hildesheim am 24.02.2015

Für angestellte Lehrer mit langer Erfahrung gibt es ab 2018 eine neue Entgeltstufe - das macht im Schnitt 150 Euro mehr im Monat.

(Quelle: dpa)

VideoÖffentlicher Dienst: Tarifeinigung
Streikende des öffentlichen Dienstes mit Schildern

Die Streiks im Öffentlichen Dienst sind erstmal vorbei. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben sich auf einen milliarden-schweren Kompromiss geeinigt. In zwei Stufen soll es insgesamt 4,3 Prozent mehr Lohn geben.

(18.02.2017)

VideoWarnstreiks im öffentlichen Dienst
Vor der nächsten Tarifrunde im öffentlichen Dienst gibt es erneut Warnstreiks. In Stuttgart stehen Busse und Bahnen den ganzen Tag still.

Vor der nächsten Tarifrunde im öffentlichen Dienst gibt es erneut Warnstreiks. In Stuttgart stehen Busse und Bahnen den ganzen Tag still. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld.

(25.04.2016)

VideoKritik an ver.di-Warnstreiks
ZDF-Korrespondent Dominik Lessmeister aus Frankfurt am Main

Trotz Verhandlungen packt ver.di die "Streikkeule" aus. "Es geht darum, Druck auf die Arbeitgeber auszuüben", meint ZDF-Korrespondent Dominik Lessmeister, der vom Frankfurter Flughafen berichtet.

(27.04.2016)

4,35 Prozent mehr Geld in zwei Jahren: Das sieht der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst vor. Weitere Streiks sind damit abgewendet. Vor allem Geringverdiener sowie pädagogische Berufe - Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter - profitieren. Die Details der Einigung im Überblick. 

- Rückwirkend zum 1. Januar 2017 erhalten die Beschäftigten 2,0 Prozent und ab dem 1. Januar 2018 nochmals 2,35 Prozent mehr. Das macht im ersten Jahr 870 Millionen Euro Mehrkosten für die Länder aus und im zweiten 1,9 Milliarden. Die Gesamtforderung der Gewerkschaften hatte bei insgesamt sechs Prozent gelegen. Das hätte sieben Milliarden Euro gekostet.

- Als soziale Komponente soll es mindestens 75 Euro geben. Hiervon profitieren die unteren Entgeltgruppen.

- Am umstrittensten war die Forderung nach einer neuen Entgeltstufe sechs vor allem für angestellte Lehrer, aber auch für andere Angestellte mit langer Berufserfahrung und Akademiker. Diese Stufe kommt nun 2018 in zwei Schritten. Im Schnitt macht das ein Plus von 150 Euro aus.

- Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bekommen ebenfalls einen Ausgleich: Sozialarbeiter erhalten je nach Eingruppierung zwischen 50 und 100 Euro mehr pro Monat, Erzieherinnen und Kita-Leitungen 80 Euro. Bis 2019 soll eine neue Entgeltordnung in dem Bereich ausgehandelt werden.

- Auszubildende bekommen 2017 und 2018 jeweils 35 Euro zusätzlich sowie 29 Tage Urlaub im Jahr. Sie sollen nach erfolgreicher Ausbildung übernommen werden.

- Auf die 2,2 Millionen Beamten von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre soll der Tarifabschluss nach dem Willen der Gewerkschaften übertragen werden. Für Hessen wurde noch nicht verhandelt, hier stehen die Gespräche noch aus.

"Bonbons für untere und obere Gehaltsgruppen"

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"Das Ergebnis beinhaltet zwei Bonbons - einen für die unteren und einen für die oberen Gehaltsgruppen. Die unteren bekommen mindestens 75 Euro mehr, die oberen ab Gruppe 9 eine zusätzliche Gehaltsstufe 6", so die Einschätzung von ZDF-Korrespondentin Britta Hilpert. "Aber es gibt auch einen Wermutstropfen" - die Stufe 6 komme nicht gleich, sondern erst 2018.

Verhandelt hatten die Gewerkschaft ver.di, der Beamtenbund dbb, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf der einen Seite und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf der anderen.

18.02.2017, Quelle: dpa, reuters, ZDF
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