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merkzettel

Weltbank beklagt "digitale Kluft" 4,2 Milliarden Menschen weltweit ohne Internet

BildJunge in Indien am Laptop
Archiv - Ein indischer Schuljunge mit Laptop in Khairat, nähe Mumbai am 07.09.2010

Mit 1,1 Milliarden sind in Indien die meisten Menschen ohne Zugang zum Internet.

(Quelle: reuters)

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Die Weltbank und die UNO wollen ihre Mittel für Flüchtlinge aufstocken. Länder in Nordafrika und im Nahen Osten sollen mehr Geld bekommen, um die Flüchtlinge aus Syrien besser versorgen zu können.

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Drei von fünf Menschen auf der Welt haben nach wie vor keinen Zugang zum Internet - das sind mehr als vier Milliarden Menschen. Da das Internet vor allem in reichen Ländern zur Verfügung stehe, vergrößert sich die "digitale Kluft", beklagt die Weltbank. 

Nach dem Bericht der Weltbank leben in Indien mit 1,1 Milliarden die meisten Menschen ohne Internet, in China sind es 755 Millionen und in Indonesien 213 Millionen. Rund um den Globus haben demnach 4,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Internet - das sind fast 60 Prozent der Weltbevölkerung.

Schnelles Internet vor allem in reichen Ländern

Die "digitale Kluft" zwischen armen und reichen Ländern wird laut Weltbank noch größer, wenn es um das schnelle Internet geht. Davon profitierten weltweit lediglich 1,1 Milliarden Menschen und damit weniger als 15 Prozent der Weltbevölkerung.

"Wir müssen verhindern, dass eine neue sozial benachteiligte Klasse entsteht", warnte der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu, in dem Bericht "Die Dividende der Informationstechnologie".

Zahl der Internetnutzer seit 2005 verdreifacht

Gleichzeitig verweist die Weltbank darauf, dass auch Menschen in armen Regionen inzwischen von den technologischen Entwicklungen profitieren. Sieben von zehn Haushalten, die zu den ärmsten 20 Prozent der Weltbevölkerung gehören, hätten ein Mobiltelefon. "Diese Haushalte kommen leichter an ein Handy als an Toiletten oder sauberes Wasser", erklärte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

Die Zahl der Internetnutzer erhöhte sich weltweit binnen zehn Jahren um mehr als das Dreifache. Von einer Milliarde im Jahr 2005 stieg sie bis Ende 2015 auf 3,2 Milliarden.

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Negative Effekte auf Arbeitsmarkt

Die wirtschaftlichen Folgen der digitalen Revolution seien für einkommensschwächere Länder aber weniger bedeutend gewesen als erhofft, bedauert die Weltbank. Die Auswirkungen auf die weltweite Produktivität sowie die Möglichkeiten für die arme Bevölkerung und die Mittelklasse seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es in dem Bericht.

Auf dem Arbeitsmarkt habe es einige negative Effekte gegeben, da die digitalen Jobs höhere Kompetenzen erforderten und Routineaufgaben abnähmen. Dadurch konkurrierten viele Arbeitnehmer um schlecht bezahlte Jobs.

14.01.2016, Quelle: afp
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