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Weniger Importe und Exporte Außenhandel in China schrumpft

BildContainer in chinesischem Hafen
Container in einem Hafen in Qingdao (China) am 13.1.2016

(Quelle: dpa)

VideoWirtschaft am Abgrund
Ein elektronisches Board zeigt die Kursentwicklungen an der Börse.

Die wirtschaftliche Lage versetzt Anleger weltweit in Alarmstimmung. Die Kurse fallen deutlich. Der erneute Kursrutsch in China trifft nicht nur die dortige Wirtschaft, sondern auch Deutschland. 

(07.01.2016)

VideoChina: Handel ohne Wandel
Screenshot

Unter Deng Xiaoping hat sich China wirtschaftlich geöffnet, was dem Land viel Wohlstand brachte. Ein politischer Wandel ist damit jedoch nicht einher gegangen. Das Land ist nach wie vor kommunistisch.

(17.07.2015)

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Dezember geht es mit Chinas Außenhandel wieder steil bergab: Sowohl Exporte als auch Importe der zweitgrößten Volkswirtschaft blieben im Januar hinter den Erwartungen von Ökonomen zurück. 

6,6 Prozent - um so viel sind die Ausfuhren im Vergleich zum Januar des Vorjahres gesunken. Die neuen Handelszahlen deuten einerseits auf eine weiterhin mangelnde heimische Nachfrage durch die langsamere Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft hin. Andererseits zeigen sie, dass wegen der schwächelnden Weltwirtschaft auch die Nachfrage aus dem Ausland weiter abnimmt.

Zumindest teilweise sind für die schlechten Zahlen aber auch die Feiertage um das chinesische Neujahrsfest vergangene Woche verantwortlich. Das sagen zumindest die Analysten Liu Li-Gang und Louis Lam vom australischen Bankhaus ANZ. Viele Unternehmen versuchten demnach, noch vor Beginn der langen Urlaubzeit um den wichtigsten chinesischen Feiertag ihre Fracht ins Ausland zu verschiffen. Deshalb seien die Exporte im Dezember das erste Mal seit neun Monaten leicht angezogen, dann aber im Januar wieder stark zurückgegangen.

55 Milliarden Euro Handelsüberschuss

Insgesamt lagen die Exporte im ersten Monat des Jahres noch bei 1,14 Billionen Yuan (155 Milliarden Euro). Die Importe wurden auf 737,5 Milliarden Yuan (100,14 Milliarden Euro) beziffert. Der Handelsüberschuss, also die Differenz aus Exporten und Importen, stieg damit auf 406,2 Milliarden Yuan (55,16 Milliarden Euro).

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China hatte im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent das schwächste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren verzeichnet. Die Regierung in Peking versucht, das Wachstumsmodell des Landes umzustellen. Die Wirtschaft des Landes soll künftig weniger von einer exportstarken Industrie abhängig sein. Dafür soll der Dienstleistungssektor gestärkt werden.

Kummer bereitet der Weltwirtschaft aber nicht nur China, sondern auch Japan. Die Regierung in Tokio teilte mit , dass das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember auf das Jahr hochgerechnet um 1,4 Prozent gefallen sei. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 1,2 Prozent gerechnet. Offenbar fruchten die Anreize der Regierung zum Ankurbeln des Konsums bislang nicht: Die Ausgaben der Privathaushalte, die 60 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, gingen um 0,8 Prozent zurück. Exporte in Schwellenländer konnten das nicht ausgleichen.

Börse ohne Crash gestartet

Anders als der Außenhandel zeigten sich die Aktienmärkte am erste Handelstag im "Jahr des Affen" relativ robust. Nach einer Woche Handelspause wegen des Neujahrsfests  schloss der Composite Index in Shanghai nur 0,6 Prozent im Minus. Dabei hatten viele Analysten vor heftigen Kursabschlägen gewarnt. Sie rechneten mit einer Nachholreaktion auf die - vergangene Woche - eingebrochenen Aktienmärkte. In Japan waren die Kurse während der chinesischen Feiertage knapp 11 Prozent abgesackt, in Deutschland gab der Dax um 4,5 Prozent nach.

15.02.2016, Quelle: dpa, reuters
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