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WM 2006 DFB geht gegen Beckenbauer und Ex-Funktionäre vor

BildDFB-Zentrale in Frankfurt
Archiv : Das DFB-Logo prangt am 09.11.2015 vor der Zentrale des deutschen Fussball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main

(Quelle: dpa)

VideoDer "Kaiser" ein Blatter-Helfer?
DFB

Die "Bild" hat ein Protokoll veröffentlicht, in dem Ex-DFB-Chef Wolfgang Niersbach Franz Beckenbauer schwer belastet. Demnach soll der "Kaiser" die Wiederwahl Blatters finanziell unterstützt haben.

(15.12.2015)

VideoDFB-Skandal: Aufarbeitung wichtig
Der DFB will die Fehler bei der Vergabe der WM 2006 aufarbeiten, bevor er einen neuen Präsidenten wählt. Nils Kaben berichtet.

Der DFB will die Fehler bei der Vergabe der WM 2006 aufarbeiten, bevor er einen neuen Präsidenten wählt. Nils Kaben berichtet.

(21.11.2015)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) geht in der Affäre um die WM 2006 gegen Franz Beckenbauer, seinen ehemaligen Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie den Weltverband FIFA vor, um mögliche Schadenersatzforderungen nicht verjähren zu lassen. Der DFB bestätigte, dass er in Hamburg ein außergerichtliches Verfahren eingeleitet habe. 


"Der DFB hat die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um eine etwaige Verjährung von Ansprüchen des gemeinnützigen Verbandes zu verhindern", hieß es in der Mitteilung: "Zur Wahrung der Ansprüche wurden Güteanträge bei der Öffentlichen Rechtsauskunft- und
Vergleichsstelle, einer bundesweit zuständigen Gütestelle mit Sitz in Hamburg, eingereicht." Über die Schritte des DFB hatten zuvor die Süddeutsche Zeitung, der NDR und der WDR berichtet.

Dubiose Millionen-Zahlungen

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Es geht um mögliche Ansprüche in Höhe von mindestens 6,7 Millionen Euro. Dieser Betrag war vor der WM 2006 unter dubiosen Umständen an den Weltverband FIFA gezahlt worden und nach derzeitigem Stand der Ermittlungen in einer schwarzen Kasse gelandet.

Das Verfahren richtet sich gegen Beckenbauer, der das WM-Organisationskomitee geleitet hatte, die damaligen OK-Vize Zwanziger und Niersbach, den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie den Beckenbauer-Vertrauten Fedor Radmann. Weitere Adressaten sind der Testamentsvollstrecker des inzwischen verstorbenen Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus, der den Betrag zunächst vorgestreckt haben soll, und die FIFA. "Einsprüche oder Widersprüche liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine vor", teilte der DFB mit.

DFB droht Schaden von bis zu 25 Millionen Euro

Seit Monaten untersuchen Anwälte der Kanzlei Freshfields im Auftrag des DFB den ominösen Millionen-Deal. Zudem ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Sollte dem DFB wegen der WM-Affäre rückwirkend die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2006 aberkannt werden, könnte der Gesamtschaden bis zu 25 Millionen Euro betragen.

05.02.2016, Quelle: sid
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