29.07.2016
  • 19:28Söder unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

  • 19:02Fast 2 Millionen Jahre alt: Ältester menschlicher Tumor entdeckt

  • 18:33USA: Zika-Virus erstmals nachweislich durch Mücken übertragen

  • 18:11UN wollen Fluchtkorridore für Aleppo verwalten

  • 17:50CIA: Lage in der Türkei behindert Kampf gegen den IS

  • 17:23Valls will Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland stoppen

  • 17:02Türkei: Jetzt über 18.000 Festnahmen

  • 16:41Feuerwehrauto gestohlen und mit Blaulicht auf Fehmarn unterwegs

  • 16:23Erste Einigung zwischen Edeka und ver.di zu Supermarkt-Fusion

  • 16:09Ferien: Lange Staus in ganz Deutschland

  • 15:55Clinton verspricht Konjunkturprogramm

  • 15:34Kölner Blutwurst ist jetzt ein geschütztes Gut

  • 15:12Brasilianische Polizei nimmt wieder Terrorverdächtigen fest

  • 14:46Steinmeier warnt vor humanitärer Katastrophe in Aleppo

  • 14:31Bis zu 30.000 Teilnehmer bei Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

  • 14:08Bewährungsstrafen für russische Hooligans nach Attacke auf Spanier

  • 13:59Polizeischutz beim Wacken Open Air wird verstärkt

  • 13:36Menschenrechtsbeobachter: IS exekutiert 24 Zivilisten in Syrien

  • 13:02Flugbegleiterstreik bei Air France trifft Zehntausende Passagiere

  • 12:44Anstieg der Verbraucherpreise in den Euro-Ländern bleibt niedrig

Zurück zur Startseite

Alle Meldungen im Überblick

  • 19:28Söder unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

  • 19:02Fast 2 Millionen Jahre alt: Ältester menschlicher Tumor entdeckt

  • 18:33USA: Zika-Virus erstmals nachweislich durch Mücken übertragen

  • 18:11UN wollen Fluchtkorridore für Aleppo verwalten

  • 17:50CIA: Lage in der Türkei behindert Kampf gegen den IS

  • 17:23Valls will Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland stoppen

  • 17:02Türkei: Jetzt über 18.000 Festnahmen

  • 16:41Feuerwehrauto gestohlen und mit Blaulicht auf Fehmarn unterwegs

  • 16:23Erste Einigung zwischen Edeka und ver.di zu Supermarkt-Fusion

  • 16:09Ferien: Lange Staus in ganz Deutschland

  • 15:55Clinton verspricht Konjunkturprogramm

  • 15:34Kölner Blutwurst ist jetzt ein geschütztes Gut

  • 15:12Brasilianische Polizei nimmt wieder Terrorverdächtigen fest

  • 14:46Steinmeier warnt vor humanitärer Katastrophe in Aleppo

  • 14:31Bis zu 30.000 Teilnehmer bei Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

  • 14:08Bewährungsstrafen für russische Hooligans nach Attacke auf Spanier

  • 13:59Polizeischutz beim Wacken Open Air wird verstärkt

  • 13:36Menschenrechtsbeobachter: IS exekutiert 24 Zivilisten in Syrien

  • 13:02Flugbegleiterstreik bei Air France trifft Zehntausende Passagiere

  • 12:44Anstieg der Verbraucherpreise in den Euro-Ländern bleibt niedrig

  • 19:28Söder unzufrieden mit Merkels Flüchtlingspolitik

  • 18:11UN wollen Fluchtkorridore für Aleppo verwalten

  • 17:50CIA: Lage in der Türkei behindert Kampf gegen den IS

  • 17:23Valls will Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland stoppen

  • 17:02Türkei: Jetzt über 18.000 Festnahmen

  • 15:55Clinton verspricht Konjunkturprogramm

  • 15:12Brasilianische Polizei nimmt wieder Terrorverdächtigen fest

  • 14:46Steinmeier warnt vor humanitärer Katastrophe in Aleppo

  • 14:31Bis zu 30.000 Teilnehmer bei Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

  • 13:59Polizeischutz beim Wacken Open Air wird verstärkt

  • 13:36Menschenrechtsbeobachter: IS exekutiert 24 Zivilisten in Syrien

  • 09:07Steinmeier: Kein Anlass für Debatte zu Bundeswehr-Einsätzen im Inland

  • 08:17Türkische Justiz will Vermögen von Richtern beschlagnahmen

  • 07:45Clinton greift Trump an

  • 07:36Website von Melania Trump abgeschaltet

  • 06:17Özdemir attackiert Merkels Flüchtlingspolitik

  • 06:01US-Wahlkampf: Clinton nimmt Nominierung an

  • 23:44Drogenhändler in Indonesien hingerichtet

  • 23:18Trump relativiert Aufruf an Russland zum Hacken von Clintons E-Mails

  • 22:37Türkei: Armeechef Akar bleibt im Amt

  • 16:23Erste Einigung zwischen Edeka und ver.di zu Supermarkt-Fusion

  • 13:02Flugbegleiterstreik bei Air France trifft Zehntausende Passagiere

  • 12:44Anstieg der Verbraucherpreise in den Euro-Ländern bleibt niedrig

  • 11:51Europäische Bankenaufsicht gibt Ergebnisse von Stresstest bekannt

  • 11:37Arbeitslosigkeit im Euroraum bleibt auf Fünf-Jahres-Tief

  • 10:55Facebook droht womöglich hohe Steuernachforderung

  • 09:50Microsoft streicht weitere Jobs nach Smartphone-Einschnitten

  • 09:35Umsatz im Einzelhandel im ersten Halbjahr gestiegen

  • 07:07Japans Zentralbank lockert Geldpolitik

  • 00:21Edeka und Ver.di ohne Einigung in Gesprächen zu Supermarkt-Fusion

  • 22:59Amazon meldet weiteren Rekord- Quartalsgewinn

  • 17:59Touristenzahlen in der Türkei brechen ein

  • 15:43Bezahlfernsehen: Sky Deutschland schafft die Wende

  • 15:14Deutsche Inflation steigt auf höchsten Wert seit Januar

  • 14:03Bierabsatz leicht gestiegen

  • 12:30Britische Bank Lloyds streicht weitere 3.000 Stellen

  • 10:43Apple: Eine Milliarde iPhones verkauft

  • 10:16Arbeitslosenzahl im Juli auf 2,661 Millionen gestiegen

  • 06:48Facebook verdreifacht Gewinn dank boomender Werbeeinnahmen

  • 23:49Deutsche Börse profitiert von Brexit-Referendum

  • 19:02Fast 2 Millionen Jahre alt: Ältester menschlicher Tumor entdeckt

  • 18:33USA: Zika-Virus erstmals nachweislich durch Mücken übertragen

  • 16:41Feuerwehrauto gestohlen und mit Blaulicht auf Fehmarn unterwegs

  • 16:09Ferien: Lange Staus in ganz Deutschland

  • 15:34Kölner Blutwurst ist jetzt ein geschütztes Gut

  • 14:08Bewährungsstrafen für russische Hooligans nach Attacke auf Spanier

  • 12:33Wissenschaftler entdecken zwei neue Krebs-Arten

  • 12:09Kommunalverband für mehr Vorsorge gegen Starkregen

  • 11:20Eiscreme-Museum in New York eröffnet

  • 10:15Papst gedenkt im früheren KZ Auschwitz in Stille der Opfer

  • 08:30Alle in den großen Ferien - lange Staus erwartet

  • 06:50Papst Franziskus besucht Auschwitz

  • 20:21Springsteen bringt unveröffentlichte Songs aus den 60er Jahren heraus

  • 19:50Papst kommt mit Straßenbahn und wünscht sich eine "rebellische" Jugend

  • 19:08Großeinsatz gegen Hildesheimer Moscheeverein

  • 18:16Lautstarker Igel-Sex führt zu Polizei-Einsatz

  • 16:48Taucher bergen 340 Jahre alten Käse

  • 15:56Stiftung Warentest empfiehlt Leitungswasser

  • 12:08Papst feiert Messe mit hunderttausenden Gläubigen in Tschenstochau

  • 11:11Nepal: 58 Tote bei Überschwemmungen

  • 19:48Kaymer übernimmt Führung

  • 19:42Storl mit gelungener Generalprobe

  • 19:35Deutsches Team holt Nationenpreis

  • 19:31Mainzer Berggreen wieder verletzt

  • 18:24Neymar Kapitän des Olympia-Teams

  • 17:28Reus läuft deutschen Rekord

  • 16:56Button: "Fremdkörper entfernt"

  • 16:20Drei Taekwondo-Kämpfer dürfen nach Rio

  • 16:00Medlock wechselt in die Bundesliga

  • 15:57Rosberg im zweiten Training vorne

  • 15:54Ludwig/Walkenhorst im Halbfinale

  • 14:34Medien: Pogba-Wechsel nahezu perfekt

  • 14:25Tuchel: "Der Markt ist verrückt"

  • 14:01Petzschner sagt Olympia-Teilnahme ab

  • 13:31Tübingen verpflichtet McGhee

  • 11:53Jochen Hecht beendet Karriere

  • 11:42Seeler: "Er war ein toller Kapitän"

  • 11:38Rosberg Schnellster im ersten Training

  • 11:32Julian Reus zu Gast im sportstudio

  • 11:211860 holt brasilianischen Stürmer

merkzettel

Zika-Virus Brasilien: WHO-Chefin kommt mit Aktionsplan im Gepäck

BildBaby mit Mikrozephalie
Zika-Virus in Brasilien

(Quelle: ap)

VideoPapst beendet Mexiko-Reise
Zum Ende seiner fünftägigen Mexiko-Reise hat Papst Franziskus zur Solidarität mit Flüchtlingen in aller Welt aufgerufen. In Ciudad Juarez hielt er zum Abschluss eine Messe vor 300.000 Gläubigen.

Zum Ende seiner fünftägigen Mexiko-Reise hat Papst Franziskus zur Solidarität mit Flüchtlingen in aller Welt aufgerufen. In Ciudad Juarez hielt er zum Abschluss eine Messe vor 300.000 Gläubigen.

(18.02.2016)

VideoKuba: Papst trifft Patriarch
In Kubas Hauptstadt Havanna hat Papst Franziskus den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill I. getroffen. Die beiden wollen die Christenheit wieder stärker zusammenführen.

In Kubas Hauptstadt Havanna hat Papst Franziskus den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill I. getroffen. Die beiden wollen die Christenheit wieder stärker zusammenführen.

(13.02.2016)

VideoWie gefährlich ist der Zika-Virus?
Mutter mit Baby

Die Nachricht, dass der Zika-Virus auch sexuell übertragen werden kann, alarmiert die Welt. Mit HIV vergleichen kann man ihn jedoch nicht.

(03.02.2016)

von Ines Eisele, Rio de Janeiro

Brasilien bekommt wichtigen Besuch: WHO-Chefin Margaret Chan reist in das am stärksten vom Zika-Virus betroffene Land. Im Gepäck hat sie einen 50 Millionen Euro schweren Aktionsplan. Ihre Hilfe wird dort dringend benötigt, so wie der Impfstoff. 

Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, beginnt heute eine Dienstreise, bei der sie das Mückenspray lieber nicht vergessen sollte. In Brasiliens Hauptstadt Brasília trifft sie sich am Nachmittag (Ortszeit) mit Präsidentin Dilma Rousseff. Danach geht es mit Gesundheitsminister Marcelo Castro weiter in das Epizentrum des Zika-Virus, die Großstadt Recife im Nordosten des Landes. Hier wurden mit Abstand die meisten mutmaßlich mit dem Zika-Virus zusammenhängenden Mikrozephalie-Fälle registriert.

Impfstoff soll gefördert werden

Der Besuch Chans in Brasilien ist ein wichtiger Schritt, um die Kräfte im Kampf gegen Zika zu bündeln. Die WHO-Chefin hat einen 50 Millionen Euro schweren Aktionsplan im Gepäck, mit dem sie Brasilien und die anderen von Zika betroffenen Länder unterstützen will. Mit den Mitteln sollen vor allem die Überträger-Mücken bekämpft und die Entwicklung eines Impfstoffs gefördert werden.

In der Tat hat die WHO viel Arbeit vor sich. Auch wenn Dilma Rousseff schon im Januar der Aedes aegypti den Krieg erklärt hat und verkündete: "Ein Moskito darf nicht stärker als ein ganzes Land sein" – bisher ist er es sehr wohl. Tonnenweise Gift und 220.000 Soldaten, die mit Infobroschüren von Haus zu Haus gehen, haben keine nennenswerten Verbesserungen gebracht.

Zika-Virus weitgehend unerforscht

Dabei ist die Situation prekär in jeder Hinsicht. Anfang 2016 schätzte das brasilianische Gesundheitsministerium die Zahl der Zika-Infektionen im Land auf bis zu 1,5 Millionen, aber zuverlässige Zahlen gibt es nicht. Die Diagnose dauert lange und wird von vielen Krankenversicherungen nicht übernommen. Schnelltests, um das Virus zu diagnostizieren, gibt es viel zu wenige, daher werden sie nur bei Schwangeren mit Verdacht auf Zika, bei Babys mit Mikrozephalie und bei Patienten mit Verdacht auf das Guillain-Barré-Syndrom durchgeführt.

Ein weiteres Problem: 80 Prozent aller Erkrankten bemerken die Infektion gar nicht. Denn in den meisten Fällen verläuft Zika entweder ganz ohne Symptome oder nur mit milden Erscheinungen wie Hautausschlag und Gelenkschmerzen. Die Dunkelziffer der Zika-Infektionen liegt dementsprechend hoch.

Verursacht Zika Mikrozephalie?

Weitere Links zum Thema
Gefährlich dagegen wird es, wenn sich Schwangere mit Zika infizieren. Es ist zwar noch nicht endgültig bewiesen, aber das Virus steht im dringenden Verdacht, Mikrozephalie bei Babys von infizierten Müttern auszulösen. Die Neugeborenen haben kleinere Schädel und damit einhergehend oft geistige Behinderungen. Von 5.280 Verdachtsfällen seit Oktober 2015 hat das brasilianische Gesundheitsministerium bereits 508 Fälle mit Mikrozephalie bestätigt.

Und das ist noch nicht alles: Auch zum Guillain-Barré-Syndrom zeigt Zika auffällige Verbindungen. Mit dem Auftreten von Zika mehren sich die Fälle der seltenen Lähmungskrankheit.

WHO, USA und EU helfen mit Millionen

Angesichts der heiklen Situation haben sich neben der WHO mittlerweile auch die USA eingeschaltet. Die US-Seuchenbehörde CDC hat ein Forscherteam von 17 Experten entsandt, das zusammen mit brasilianischen Fachleuten endlich herausfinden soll, ob Zika tatsächlich Mikrozephalie bei Säuglingen hervorruft. Denn ohne wissenschaftliche Gewissheiten ist der Kampf gegen das Virus sinnlos. Das sieht auch die Europäische Union so und unterstützt die Zika-Forschung mit zehn Millionen Euro.

Trotz all dieser Bemühungen wird es noch Wochen oder Monate dauern, bis der Zusammenhang zwischen Zika-Virus, Mikrozephalie und Guillain-Barré-Syndrom geklärt ist. Bis ein Impfstoff auf dem Markt ist, kann es Jahre dauern.

Zika – bald verschwunden?

Zika hat Brasilien in einem äußerst ungünstigen Moment erwischt: Kein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen fangen nun auch Athleten und Besucher der Großveranstaltung an, die Risiken einer Reise abzuwägen. Viele Auswärtige Ämter haben bereits Reisewarnungen für Schwangere ausgesprochen.

Unterdessen versichert Eduardo Paes, Bürgermeister von Rio de Janeiro: "Im Monat August gibt es keine Verbreitung des Moskitos, der Zika überträgt." Das ist echter brasilianischer Optimismus – der allerdings im Widerspruch zum von der WHO ausgerufenen Weltnotstand steht.

Zika-Virus - die Fakten

Ausbreitung des Zika-Virus

Infokarte: Verbreitung des Zika-Virus

Ursprünglich stammt das Zika-Virus aus Afrika, hat sich aber in Teilen Asiens ausgebreitet. Derzeit grassiert es in Südamerika. Auch aus mehreren französischen Überseegebieten in der Region wurden Erkrankungen gemeldet, darunter aus Martinique und Guadeloupe. Besonders für Schwangere ist das Virus gefährlich, weil es zu schweren Schäden des Ungeborenen führen kann.

Was ist das Zika-Virus?

Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg

Das Virus wurde erstmals 1947 in Uganda bei einem Affen entdeckt. Benannt ist es nach einem südlich der ugandischen Hauptstadt Kampala gelegenen Wald. Das Zika-Virus gehört ebenso wie die Viren des Gelbfiebers und des Dengue-Fiebers zur Familie der Flaviviridae. Der erste Fall beim Menschen wurde nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1968 bekannt. Übertragen wird das Virus durch infizierte Stechmücken, darunter der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus).

Wie wird das Zika-Virus übertragen?

Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg

Eine Übertragung ist auf vielen Wegen möglich. Einmal über die erwähnte Stechmücke. Aber auch bei sexuellem Kontakt oder bei Blutspenden - "aber das sind eher die Ausnahmen", sagt Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Welche Symptome treten auf?

Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg

In bis zu 80 Prozent der Fälle bleibt die Infektion unbemerkt. In den anderen Fällen ähneln die Symptome einer Grippe: Die Infizierten leiden unter Fieber, Kopfschmerzen und Muskelbeschwerden. Außerdem kann Hautausschlag auftreten. Bindehautentzündungen und Augenschmerzen sind ebenfalls möglich, ebenso wie Schwellungen an Händen oder Füßen.

Welche Komplikationen gibt es?

Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg

Bislang wurde noch kein Todesfall im Zusammenhang mit Zika gemeldet. Allerdings sind schwere neurologische Schäden wie etwa das Guillain-Barré-Syndrom, eine entzündliche Nervenkrankheit, bekannt. Für Schwangere ist das Virus besonders gefährlich: Es kann sich auf das ungeborene Kind übertragen und zu Hirnfehlbildungen sowie zu Mikrozephalie führen, einem abnormal kleinen Kopf.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Es gibt bislang weder einen Impfstoff noch ein gezieltes Medikament zur Behandlung Erkrankter. Einzig möglich ist es daher, die Beschwerden mit Schmerzmitteln zu lindern. Um sich in den betroffenen Regionen gegen Mückenstiche zu schützen, helfen lange Hosen und Hemden, Insektenmittel und Moskitonetze. Infizierte sollten unbedingt weitere Mückenstiche vermeiden, um den Verbreitungskreislauf zu durchbrechen.

Wo tritt das Virus auf?

Professor Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg

Nach Zika-Fällen in Afrika, Asien und dem Pazifik-Raum erreichte das Virus im vergangenen Jahr Südamerika. Dort ist Brasilien besonders betroffen. Auch Kolumbien rechnet in diesem Jahr mit mehreren hunderttausend Infektionen. Vergangene Woche meldeten die USA erste Fälle - alle Betroffenen hatten sich offenbar bei Reisen in Südamerika angesteckt.

Da die Asiatische Tigermücke inzwischen auch in Südeuropa heimisch ist, war es nur eine Frage der Zeit, dass Zika-Fälle hierzulande und in anderen europäischen Staaten auftreten würden. Am Mittwoch wurden aus Deutschland und der Schweiz je zwei Infektionsfälle bekannt, aus Dänemark einer. Zuvor hatten bereits Großbritannien, Schweden, Portugal und die Niederlande Fälle gemeldet. Experten raten Schwangeren von Reisen in betroffene Länder ab.

Was ist das Guillain-Barré-Syndrom?

Guillain-Barré ist eine lebensbedrohliche Nervenerkrankung. Sie beginnt meist mit Muskelschwäche in den Beinen, die sich dann auf Arme und Gesicht ausbreitet und zu Taubheitsgefühl bis hin zur Lähmung von Gliedmaßen führen kann. Die meisten Patienten erholen sich nach einigen Wochen oder Monaten, doch in schweren Fällen kann auch die Atemmuskulatur betroffen sein, so dass die Patienten künstlich beatmet werden müssen. Guillain-Barré kann Menschen jeden Alters treffen, ist jedoch sehr selten. Auslöser ist vermutlich eine Infektion - etwa durch eine Lebensmittelvergiftung.

Möglicher Zusammenhang: Zika und Guillain-Barré?

Bis vor kurzem galt das Zika-Virus mit Ausschlag und Fieber als harmlos. Dann geriet es in Verdacht, Fehlbildungen bei Ungeborenen auszulösen. Inzwischen untersuchen Wissenschaftler auch einen Zusammenhang mit Guillain-Barré. Vor allem Brasilien und El Salvador melden einen sprunghaften Anstieg dieses bisher seltenen Lähmungssyndroms.

23.02.2016
  1. Drucken
  2. Merken
  3. Versenden
  4. Teilen auf:

Versenden

Artikel versenden

Versenden Sie den Beitrag an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
schließen Beitrag versenden

Versenden

Hinweis

Der Beitrag wurde erfolgreich versendet.

schließen

Merkliste

Papierkorb Bild
Merkliste versenden Merkliste schließen

Merkliste

Merkliste versenden

Versenden Sie Ihr Merkliste an Freunde.

Datenschutz
Das ZDF versichert, Ihre Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen vertraulich zu behandeln.
Zurück zur Merkliste Absenden Button

Merkliste

Hinweis

Die Merkliste wurde erfolgreich versendet.

Zurück zur Merkliste Merkliste schließen