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merkzettel

Griechisch-mazedonische Grenze Zwangsstopp in Idomeni: Flüchtlinge wollen Klarheit

BildIdomeni: Ein Hotspot der EU
Flüchtlingcamp Idomeni

Angelegt wurde das Camp in idomeni für 2.000 Durchreisende. Doch inzwischen sind mehr als 10.000 dort - und Mazedonien lässt nur noch höchstens 250 Asylsuchende am Tag das Metalltor im Zaun passieren.

(Quelle: ap)

VideoEU-Türkei-Gipfel in Brüssel
Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk (l.) und Türkeis Premierminister, Ahmet Davutoglu (r.)

Die Diskussionen zur Flüchtlingskrise werden heute auf dem EU-Gipfel entscheiden, wie es an der Balkanroute weiter geht. Die EU möchte die Türkei dazu bringen, abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen.

(07.03.2016)

VideoAktuelle Situation in Idomeni
Schaltgespräch mit ZDF-Korrespondent Gunnar Krüger.

ZDF Korrespondent Gunnar Krüger berichtet vor Ort über die Situation im Flüchtlingslager. Wie geht es den Menschen, die dort weiter ausharren?

(04.03.2016)

VideoFlüchtlinge sitzen in Idomeni fest
Flüchtlinge

Viele Flüchtlinge realisieren langsam, dass der Weg nach Deutschland vielleicht für immer versperrt bleibt. Unter erbärmlichen Bedingungen sitzen sie an der griechisch-mazedonischen Grenze fest.

(04.03.2016)

Macht die EU die Balkanroute endgültig zu? Die Flüchtlinge im Norden Griechenlands würden dann auf der Strecke bleiben. Manche halten das immer noch für besser als die zermürbende Ungewissheit - wenn denn ihre Chance auf Asyl in Deutschland gewahrt bleibt. 

Sie kommen zu Fuß, schleppen ihre Habseligkeiten auf dem Rücken, tragen ihre Kleinkinder auf den Schultern: Der Strom von Flüchtlingen in das nordgriechische Grenzörtchen Idomeni reißt auch am Montag nicht ab. In kleinen Gruppen ziehen sie auf dem letzten Kilometer durch Felder und Wiesen zum Flüchtlingslager unmittelbar an der Grenze zu Mazedonien. Diese Grenze ist weithin sichtbar: Ein hoher Zaun mit Stacheldraht markiert ihren Verlauf.

Ein Zelt für 40 Euro - für angeblich vier Personen

Im Lager ist schon längst kein Platz mehr für die Menschen. Angelegt wurde es für 2.000 Durchreisende. Doch inzwischen sind mehr als 10.000 dort - und Mazedonien ließ zuletzt nur noch höchstens 250 Asylsuchende am Tag das Metalltor im Zaun passieren.

Die Neuankömmlinge campieren auf den Feldern vor dem Lager. Wer kein eigenes Zelt hat, kann eines für 40 Euro von einem mobilen Händler erstehen. "Für vier Personen", versichert dieser. In Wirklichkeit dürfte vielleicht ein Ehepaar mit zwei kleinen Kindern mit Müh' und Not darin Platz finden.

Mit mehr als 13.000 Menschen beziffert Babar Baloch, ein Sprecher des UN-Hilfswerks UNHCR, am Montag die Zahl derjenigen, die in Idomeni festsitzen. Weitere 1.000 verteilen sich nach Schätzung von Hilfsorganisationen auf Pensionen und leerstehende Gebäude in der Umgebung. Jeden Tag kommen rund 2.000 Menschen dazu. Der Rückstau in
Idomeni nimmt gefährliche Ausmaße an.

Flüchtlingsrouten auf dem Balkan

Karte

Kaum Vorankommen über die Balkanroute: Über Mazedonien und Serbien gelangten viele  Flüchtlinge zu den Außengrenzen der Europäischen Union. Nachdem Ungarn seine Grenze zu Serbien geschlossen hatte, brachte Serbien zahlreiche Flüchtlinge nach Kroatien. Kroatien beklagte sich über die enorme Belastung. Ungarn schloss auch diese Grenze. Mittlerweile hat auch Mazedonien die Grenze zu Griechenland weitgehend dicht gemacht. Weitere Länder, darunter Slowenien und Serbien, wollen diesem Beispiel nun folgen.

Stark schwankende Außentemperaturen

"Das ist eine humanitäre Krise", sagt Baloch. "Viele Menschen leben jetzt seit mehr als einer Woche im Freien. Wir haben stark schwankende Außentemperaturen, vor allem Kinder verkühlen sich und werden krank." Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge - rund 55 Prozent laut UNHCR-Angaben - sind inzwischen Frauen und Kinder. In ganz Griechenland waren es im Februar sogar 62 Prozent.

Bis direkt an den Grenzzaun drängen sich die Mini-Zelte der Flüchtlinge. Am Grenztor, wo die Übertritte nach Mazedonien abgewickelt werden, gibt es eine abgetrennte Zone. Dort sitzen jene "Glücklichen", die nach einem komplizierten System der Vorregistrierung durch die griechische Polizei als nächste drankommen würden. Am Montag öffnet sich aber das Grenztor bis zum Nachmittag kein einziges Mal. Es ist der Tag, an dem die EU-Chefs in Brüssel Beschlüsse fassen wollen über die Zukunft der Balkanroute, über das Ende des "Durchwinkens" bis nach Deutschland.

Die Zone am Tor trennt Hoffnung von Verzweiflung

Die Syrerin Intisad (28) aus der kriegsverwüsteten Stadt Aleppo ist darüber im Bild. Drei Tage harre sie bereits hier aus, in der Zone am Tor, erzählt sie. Ihre kleine Tochter hält sie fest auf dem Schoß. "Bitte, Europa, entscheide!", sagt sie fast flehentlich. "Wir möchten endlich wissen: Haben wir eine Chance, hier durchzukommen, oder haben wir sie nicht?" Der anhaltende Zustand der Ungewissheit sei unerträglich.

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Der 26-jährige Ibrahim, auch er aus Aleppo stammend, hat es noch nicht einmal bis zur Vorregistrierung und damit zur Wartezone vor dem Grenztor geschafft. Vor anderthalb Jahren war er zunächst in die Türkei geflohen, weil "ich nicht Soldat werden und andere Menschen umbringen wollte". Die Zustände in Idomeni erinnern ihn an das Elend im syrisch-türkischen Grenzgebiet. Sorgen bereitet ihm der Gedanke, dass sich das Grenztor zur Balkanroute nach dem Brüsseler Gipfel faktisch schließen könnte.

Die Verzweifelten hoffen auf die UNO

Welche Optionen bleiben dann einem wie Ibrahim? "Ich werde mich für Hilfe an die Vereinten Nationen wenden", sagt er. Möglicherweise wird man Menschen, die in so großer Zahl in Griechenland festsitzen, am Ende doch über die EU verteilen. Zumindest ist es diese Hoffnung, an die sich der junge Syrer klammert. Angesichts der derzeitigen Aufnahmebereitschaft in Deutschland und anderswo würde es an ein Wunder grenzen, wenn sich diese Hoffnung erfüllte.

Europa schottet sich ab

Grenzzäune und Obergrenzen

Slowenische Soldaten errichten Zaun an der Grenze zu Kroatien

Im Ringen um eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage wird es um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einsamer. Auch für die Betroffenen wird die Lage schwieriger - vor allem auf der Balkanroute. Wie sich europäische Länder abschotten:

Österreich

Österreich führte am 19. Februar 2016 Tageskontingente für Flüchtlinge ein: Maximal 80 Asylbewerber pro Tag werden angenommen. In Spielfeld, an der Grenze zu Slowenien, ließ die Regierung in Wien einen Grenzzaun errichten. An anderen Grenzübergängen sind ähnliche Maßnahmen geplant.

Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien

Die Länder an der Balkanroute Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien hatten sich unter Führung Österreichs darauf verständigt, täglich nur noch bis zu 580 Migranten nach Norden durchzulassen. Da der Zustrom der Menschen aus der Türkei nach Griechenland anhält, sitzen dort zehntausende Flüchtlinge fest.

Ungarn

Ungarn hat an den für die Fluchtbewegungen relevanten Grenzen zu Serbien und Kroatien Zäune mit Nato-Stacheldraht errichtet. Die rechts-nationale Führung des Landes will einen solchen Zaun auch an der Grenze zu Rumänien errichten, falls die Flüchtlinge irgendwann einmal über Rumänien kommen sollten. Die Obergrenze liegt für Ministerpräsident Viktor Orban bei Null. Im Rahmen der EU-Quote will Ungarn keinen einzigen Flüchtling aufnehmen.

Bulgarien

Bulgarien wehrt illegale Migration an der Grenze zur Türkei - eine EU-Außengrenze - mit einem Zaun an den kritischsten Abschnitten ab. Der im Juli 2014 fertiggestellte, 30 Kilometer lange und drei Meter hohe Zaun mit Stacheldraht wird derzeit ausgebaut. Zur Jahresmitte soll er 161 Kilometer lang werden und fast zwei Drittel der 271 Kilometer langen bulgarisch-türkischen Grenze schützen. Migranten sollen durch die Grenzübergänge einreisen, wo sie registriert werden.

Rumänien

Rumänien ist bislang vom Flüchtlingszustrom kaum betroffen, aus geografischen Gründen: Der Weg nach Westeuropa ist kürzer über Serbien und Kroatien, ein Schlenker über Rumänien wäre ein Umweg. Dennoch hat Bukarest die Überwachung der grünen Grenze zu Serbien seit dem Bau der ungarischen Grenzzäune im letzten Herbst verstärkt. Zwischen Ungarn und Rumänien gibt es noch keinen Zaun, Budapest hat aber jetzt erneut gedroht, einen zu bauen.

Tschechien

Die tschechische Polizei zeigt wieder verstärkt Präsenz an der Grenze zu Österreich. Die Regierung beobachtet die Entscheidungen in den Nachbarländern Österreich und Deutschland sehr aufmerksam, weil sie eine Ausweichbewegung befürchtet. Bisher führt der Flüchtlingsstrom an Tschechien vorbei. Sogenannte illegal Eingereiste werden zunächst in Einrichtungen untergebracht, die sie nicht verlassen können. Dort müssen sie für Aufenthalt und Verpflegung zahlen.

Griechenland

Griechenland hat Ende 2012 an der Landgrenze zur Türkei einen gut zehn Kilometer langen, drei Meter hohen doppelten Zaun mit Stacheldraht fertiggestellt. Der Rest der knapp 200 Kilometer langen Landesgrenze verläuft entlang des Flusses Evros. Grenzschützer überwachen diesen Abschnitt. Restriktionen wie die Beschlagnahmung von Geld und Wertgegenständen gibt es nicht.

Großbritannien

Großbritannien gehört nicht zum Schengen-Raum und kontrolliert bei der Einreise Personalausweis, Reisepass oder Visum. Die meisten illegal einreisenden Flüchtlinge kommen durch den Tunnel unterm Ärmelkanal. Diesen Grenzübergang lassen die Briten in Frankreich bewachen, was etwa die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Stadt Calais kritisiert. Großbritannien hat erst kürzlich die Zäune dort ausgebaut und mehr Grenzschützer entsandt.

Frankreich

In Calais leben Tausende Flüchtlinge, die auf eine Chance hoffen, nach Großbritannien zu kommen. Im Sommer 2015 hat Paris zudem die Grenze nach Italien am Mittelmeer bei Ventimiglia zeitweise für Flüchtlinge dichtgemacht. Grund waren Flüchtlinge, die entgegen bestehender Abkommen aus Italien nach Frankreich weiterreisen wollten.

Spanien

In Spanien ist die Staatsgrenze nur in den Exklaven Ceuta und Melilla an der Küste Nordafrikas durch Zäune und Stacheldraht gesichert. Die Grenzanlagen wurden in den vergangenen Jahren ausgebaut und die Zäune auf bis zu sechs Meter erhöht. Die Flüchtlinge, die von Afrika nach Spanien gelangen wollen, sind in der Regel keine politisch Verfolgten, die Asylanträge stellen wollen, sondern Menschen, die vor dem Elend in ihrer Heimat flüchten.

Quelle: afp dpa

07.03.2016, Quelle: von Gregor Mayer, dpa
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